Da Nimue gestern so schicke Bilder gepostet hat,

finde ich, dass wir die Reanimation des guten Dr. Track weiter voran treiben können.

Erst mal vorab zu der Passantenszene, die ihr gestern bereits diskutiert habt: Die ist echt heftig, aber meines Erachtens leider realistisch. Wenn eine größere Gruppe, emotional aufgeheizt, sich langsam aber sicher auf eine bestimmte Stimmung / Meinung einschießt (und sei es wie hier der Wunsch nach Lynchjustiz), verselbständigt sich das leider recht schnell. Das läuft dann wohl unter dem Stichwort Gruppendynamik.
Ansonsten zu der Serie: Jaaaaa, ganz nett um abends abzuschalten, aber eigentlich nichts, was man bei anderen Arztserien so oder ähnlich nicht schon gesehen hat. Familiäre / private Probleme haben die Ärzte in den Serien alle, aber im Prinzip geht es doch in die Richtung „Götter in weiß“: Heldenhafte Ärzte, die trotz eines regelmäßigen und größeren Alkoholkonsums

am nächsten Tag (und offenbar ohne Kater!) total fit sind – mir persönlich schrammt das zu sehr an der Realität vorbei. (Hoffe ich jedenfalls!)
Den Erzählstil mit den vielen Rückblenden fand ich am Anfang recht gewöhnungsbedürftig. Besonders die Rückblenden in der ersten Folge waren heftig, da nicht nur der Unfall rekonstruiert, sondern auch das Thema kaputte Familie und Kindesmisshandlung aufgegriffen wurde. (Beinahe hätte ich die Serie deswegen nicht weiter geschaut.) Aber dann ging es in den anderen Folgen neben der Rekonstruktion des Unfalls um vergleichsweise "harmlose" Themen, wie z.B. Liebesleben, Familienleben im Allgemeinen, Patchworkfamilie im Besonderen usw. Und wenn man sich an die Rückblenden gewöhnt hat, sind sie noch mit das interessanteste an der Serie, da dadurch die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt werden kann.
RA als Alec Track sieht einfach umwerfend aus

Aber der gute Dr. Track geht komplett in seinem Beruf auf. Und er musste im Verlauf der vier Folgen ja stark an sich arbeiten, bis er sich in der vierten Folge doch noch zu seiner Beziehung zu seiner Kollegin (Jane?) bekennen kann. Immerhin hat er das Geburtstagsgeschenk schon gekauft, bevor sie in Lebensgefahr geriet. Aber ehrlich gesagt, gebe ich den beiden nicht viele Chancen, dafür geht er zu sehr in seinem Beruf auf und ich schätze mal, nach spätestens zwei Jahren ist diese Beziehung dann doch am Ende.
Für mich gehört die Serie unterm Strich in die Rubrik nett anzuschauendes „Götter-in-Weiß-Klischee“. Aber a propos weiß, RA im weißen T-Shirt

Mir ist ja vor allem dieses weiße T-Shirt in Folge drei in Erinnerung geblieben: Während AT in dem Bus unter schwierigsten Bedingungen operiert, bleibt das T-Shirt Persil-Ariel-rein

Ist aber auch egal, denn es sieht einfach nur

aus und RA kann weiß und orange tragen …

Ich persönlich muss ein weißes T-Shirt ja nur angucken und es hat daraufhin einen Fleck, der garantiert nie wieder rausgeht.