Re: Sparkhouse
Verfasst: 30.10.2011, 21:34
Klasse Analyse, Laudine
!
Maike, ich verstehe auch nicht so ganz, warum du John die Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln absprichst? Außerdem finde ich nicht, dass man ihm, nur weil es ihm an Bildung und Redegewandtheit mangeln mag, eine mangelnde Intelligenz zuschreiben kann, auch wenn vielleicht seine Schüchternheit und Introvertiertheit noch ihr übriges dazu tun, dass vielleicht anfangs dieser Eindruck erweckt werden mag.
Von allen Protagonisten ist er meines Erachtens derjenige , der das größte Empathievermögen besitzt und immer eher an das Wohl der anderen denkt, denn an sein eigenes. Rührend finde ich u.a. auch, wie er immer das ausgleichende Element zwischen Carol und ihrem Vater bildet und stets zu vermitteln versucht.
Was Carol und Andrew angeht- sie sind sich zwar in ihrem "stürmischen" Wesen sehr ähnlich- was aber im Alltag eher großes Konfliktpotential bietet. Weil das Argument kam, die beiden könnten sich besser auf einer Ebene unterhalten- ist denn Carol wirklich ebenso gebildet wie Andrew ? Mein Eindruck zumindest ist, dass Andrew ihr in dieser Hinsicht schon überlegen ist.
Bzgl. Carol als Person - ich mag sie , mit all ihren Ecken und Kanten- gewiss, sie ist keine einfache Persönlichkeit, aber wenn man in Erwägung zieht, was sie alles mitgemacht hat, vergewaltigt vom eigenen Vater inklusive Kind von ihm, von der eigenen Mutter im Stich gelassen.., dann finde ich es trotzdem erstaunlich, dass sie sich zu einem doch so starken Charakter entwickelt hat. John gegenüber war sie auch immer offen, sie hat ihm ihre Gründe genannt und nie die große Liebe vorgespielt.
Andrew ist für mich der schwächste Charakter- er kommt aus einem wohlbehütetem Elternhaus, bekam alle (Bildungs-)Möglichkeiten und materiellen Wohlstand. Trotzdem schafft er es nicht, wenn einmal Widerstände auftauchen, für das ( die) , das ihm wirklich am Herzen liegt, gegen alle Opposition zu kämpfen. Ich glaube nicht, dass er Carol wirklich versteht, ich hatte immer den Eindruck, er liebt eher sein Bild von ihr oder sogar, mit dieser vom Elternhaus ungewollten Liebe, (auf einer unbewussten Ebene) gegen seine Eltern zu rebellieren.
Wenn einer Carol wirklich helfen kann, mit all dem Ballast, den sie mit sich herumträgt, fertigzuwerden, dann ist es für mich John, der sie so liebt und annimmt, wie sie ist- " never think you can't tell me things"...
Finde übrigens auch, wie alle, dass Richard und auch Sarah ihre Rollen ganz klasse und überzeugend gespielt haben
!
!Maike, ich verstehe auch nicht so ganz, warum du John die Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln absprichst? Außerdem finde ich nicht, dass man ihm, nur weil es ihm an Bildung und Redegewandtheit mangeln mag, eine mangelnde Intelligenz zuschreiben kann, auch wenn vielleicht seine Schüchternheit und Introvertiertheit noch ihr übriges dazu tun, dass vielleicht anfangs dieser Eindruck erweckt werden mag.
Von allen Protagonisten ist er meines Erachtens derjenige , der das größte Empathievermögen besitzt und immer eher an das Wohl der anderen denkt, denn an sein eigenes. Rührend finde ich u.a. auch, wie er immer das ausgleichende Element zwischen Carol und ihrem Vater bildet und stets zu vermitteln versucht.
Was Carol und Andrew angeht- sie sind sich zwar in ihrem "stürmischen" Wesen sehr ähnlich- was aber im Alltag eher großes Konfliktpotential bietet. Weil das Argument kam, die beiden könnten sich besser auf einer Ebene unterhalten- ist denn Carol wirklich ebenso gebildet wie Andrew ? Mein Eindruck zumindest ist, dass Andrew ihr in dieser Hinsicht schon überlegen ist.
Bzgl. Carol als Person - ich mag sie , mit all ihren Ecken und Kanten- gewiss, sie ist keine einfache Persönlichkeit, aber wenn man in Erwägung zieht, was sie alles mitgemacht hat, vergewaltigt vom eigenen Vater inklusive Kind von ihm, von der eigenen Mutter im Stich gelassen.., dann finde ich es trotzdem erstaunlich, dass sie sich zu einem doch so starken Charakter entwickelt hat. John gegenüber war sie auch immer offen, sie hat ihm ihre Gründe genannt und nie die große Liebe vorgespielt.
Andrew ist für mich der schwächste Charakter- er kommt aus einem wohlbehütetem Elternhaus, bekam alle (Bildungs-)Möglichkeiten und materiellen Wohlstand. Trotzdem schafft er es nicht, wenn einmal Widerstände auftauchen, für das ( die) , das ihm wirklich am Herzen liegt, gegen alle Opposition zu kämpfen. Ich glaube nicht, dass er Carol wirklich versteht, ich hatte immer den Eindruck, er liebt eher sein Bild von ihr oder sogar, mit dieser vom Elternhaus ungewollten Liebe, (auf einer unbewussten Ebene) gegen seine Eltern zu rebellieren.
Wenn einer Carol wirklich helfen kann, mit all dem Ballast, den sie mit sich herumträgt, fertigzuwerden, dann ist es für mich John, der sie so liebt und annimmt, wie sie ist- " never think you can't tell me things"...
Finde übrigens auch, wie alle, dass Richard und auch Sarah ihre Rollen ganz klasse und überzeugend gespielt haben
!

Er hat auch Gefühle, die sein Handeln bestimmen. Jede andere Darstellung wäre ja unglaubwürdig. Immerhin versucht er aber zunächst bei der Prügelei, Andrew zu beruhigen und ihn zu entwaffnen. (Ich finde es schon heftig, wie Andrew den Spaten schwingt.
Und ob nun Andrew tatsächlich die Antwort auf Carols Gebete wäre ....
) Aber ich bleibe dabei, dass ich John nicht für inkompetenter halte als die anderen, sondern sein ehrliches Bemühen ihm doch positive Züge verleiht. 
...
Es fehlt also die wirkliche Tragik, die uns mitleiden lässt.