Re: My Zoe - Allgemeines und Informatives
Verfasst: 10.01.2019, 23:49
'My Zoe' taucht in mehreren Listen zum Filmjahr 2019 auf:

https://theplaylist.net/100-most-anticipated-films-2019-20181203/3/#cb-content
https://thefilmstage.com/features/our-100-most-anticipated-films-of-2019/
https://fm4.orf.at/stories/2957404/

https://theplaylist.net/100-most-anticipated-films-2019-20181203/3/#cb-content
Our 100 Most-Anticipated Films of 2019
Written by The Film Stage on January 10, 2019
97. My Zoe (Julie Delpy)
Though her last film, the French-language Lolo, didn’t gain as much attention stateside as her 2 Days films, Julie Delpy’s next feature will likely reach a larger audience. My Zoe follows “a divorced mother looks to protect her daughter after an unexpected tragedy.” Starring Delpy, Gemma Arterton, Richard Armitage, and Daniel Brühl, expect a festival premiere this year. – Jordan R.
https://thefilmstage.com/features/our-100-most-anticipated-films-of-2019/
Filmrausch 2019
Drei Cinephile im Gespräch über Horrorfilme abseits der üblichen Pfade, große und kleine Sci-Fi-Sensationen und kostümierte Kämpfer in Zeiten der Superhelden-Ermüdung. Teil 1 der Filmvorschau für 2019
Von Christian Fuchs
Christian Fuchs: Ein spannendes Kinojahr ist zu Ende gegangen, alle Rückblicke sind geschrieben, auch bei FM4 wurden eifrig Listen kompiliert. 2019 verspricht filmisch aber um nichts weniger faszinierend zu werden.
Christoph Prenner: Stimmt, wobei sich bei Durchsicht all der bereits angekündigten und auch vagen Starttermine für mich ein eindeutiges Horrorjahr herauskristallisiert.
Christian Fuchs: Ich nehme mal an, du meinst jetzt nicht weltpolitische oder lokale Ereignisse, die passieren könnten, bleiben wir diesbezüglich mal vorsichtig optimistisch. Aber stimmt schon, der Schrecken, der jede Tageszeitungs-Lektüre begleitet, all die omnipräsenten kriegerischen, humanitären oder wirtschaftlichen Bedrohungen verfolgen auch die Filmemacher in ihren (Alb-) Träumen. 2019 zeigt sich der Horrorfilm von seiner kreativsten Seite, abseits aller Remakes und Sequels.
Heidnische Sekten und Programmkino-Zombies
Sebastian Selig: Ari Aster hat mit „Hereditary“ letztes Jahr gezeigt, dass sich im Horrorfilm jetzt endlich wieder kunstvolle Inszenierung und kluge Ideen mit ernsthaft verstörendem Schrecken und heftiger Hysterie verbinden. 2019 folgen wir ihm nun in den „Midsommar“ nach Schweden. Dort geraten wir an der Seite von Florence Pugh, aktuell in der Serienadaption von „The Little Drummer Girl“ auch im TV die Sensation, in die Fänge einer heidnischen Sekte.
Christoph Prenner: Wenn ich da den tatsächlich herrlichst unangenehm einfahrenden „Hereditary“ als Maßstab nehme, dürfte das nicht nur wegen der wenigen Dunkelstunden etliche schlafbefreite Sommernächte bedeuten. Wo wir auch gleich bei kunstvoll klugem Schrecken sind: Für den stand ja in der Spielzeit davor auch schon Jordan Peeles mannigfaltig raffinierter „Get Out“. Sehr viel Award-Anerkennung und sicher nicht wenige Auftragsarbeiten-Angebote später steht der (ehemalige) Comedian bald mit seinem selbstgeschriebenen Nachfolgerfilm vor der Tür. Und mit ihm diverse ungeheure Doppelgänger, die einem schon im Trailer zum Social-Horror-Streifen „Us“ die Gänsehäute im großen Maßstab aufsteigen lassen.
Christian Fuchs: Peele bleibt dabei nicht nur dem Genre, sondern auch seinem Blickwinkel treu. „Us“, der den idyllischen Strandurlaub einer afroamerikanischen Familie in Angst und Schrecken enden lässt, verspricht wieder dieselbe Mischung aus Terror, Humor und Sozialkritik, die „Get Out“ so speziell gemacht hat.
Sebastian Selig: Knochentrockener Schrecken in bildschönem Schwarzweiß erwartet uns im neuen Film von Robert Eggers. Robert Pattinson und Willem Dafoe sind in „The Lighthouse“ als Leuchtturmwärter zu sehen, die es um 1890 herum mit aus der Gischt des Ozeans aufsteigendem Schrecken zu tun bekommen. Die Dreharbeiten in eiskalter See und unter größtmöglich authentischen Bedingungen, so wurde schon berichtet, waren bereits mehr als außergewöhnlich. Wohl auch ungewöhnlich hart für die beiden Hauptdarsteller, die zudem durchwegs in dem der Zeit entsprechendem Englisch sprechen werden. Bereits Eggers Hexenmysterium „The Witch“ hat sich jeglicher Schublade verweigert und uns gleichsam befremdet wie begeistert. Mit „The Lighthouse“ verspricht er nun sogar noch einmal weiter zu gehen.
Christoph Prenner: Apropos Licht, apropos Schatten. Drei Jahre nachdem er mit „Under The Shadow“ die Herzen der - politischen Subtexten gegenüber aufgeschlossenen - Horrorgemeinde erobert hat, legt der iranisch-britische Regisseur Babak Anvari heuer endlich nach. In „Wounds“ handelt sich Barkeeper Armie Hammer durch ein liegengelassenes Handy (wodurch auch sonst?) reichlich Ungemach ein; Dakota Johnson und die tolle Zazie Beetz („Atlanta“, „Deadpool 2“) hat Anvari für seine erste budgetkräftigere Produktion ebenfalls gewinnen können.
Christian Fuchs: Große Hoffnungen darf man auch in den neuen Gänsehautstreifen des österreichischen Regieduos Veronika Franz und Severin Fiala setzen. Nach dem im schönsten Sinn verstörenden Psychodrama „Ich seh, ich seh“ haben die beiden nun ihre erste internationale Produktion gedreht, coproduziert von den legendären Hammer Studios. „The Lodge“ arbeitet sich wieder an meinem Lieblingsgenre, dem gespenstischen Psychothriller ab. Die tolle Riley Keough wird in einem abgelegenen Wochenendhaus mit dem Hass konfrontiert, den die Kinder ihres neuen Freundes mit sich herumtragen. Nach dem renommierten Sundance Festival, wo der Film demnächst seine Weltpremiere feiert, wissen wir mehr.
Sebastian Selig: Auch die Wienerin Jessica Hausner kehrt nach „Amour Fou“ nun noch einmal zu den entrückt schrecklichen Wurzeln ihres Meisterwerks „Hotel“ zurück. In „Little Joe“, ihrem ersten in Englisch gedrehtem Film, spielt Emily Beecham („Hail, Caesar!“) eine Biologin, die eine Pflanze züchtet, an der die Welt zugrunde gehen könnte. James Bonds Waffenspezialist Ben Whishaw, famos auch in „The Lobster“, hilft ihr dabei.
Christian Fuchs: 2018 wird wahrlich ein Jahr des außergewöhnlichen Arthouse-Horrors. Da passt dann auch Jim Jarmusch dazu, der nach seinem genialen Vampirepos „Only Lovers Left Alive“ wieder Genreklischees unterwandert. „The Dead Don’t Die“ verwickelt Bill Murray, Adam Driver, Tilda Swinton, Tom Waits, und Selena Gomez in eine Zombie-Apokalypse. Ich ersehne mir die langsamsten Untoten jenseits von George Romero und die bittersüße Antithese zu „The Walking Dead“.
https://fm4.orf.at/stories/2957404/


Mir wäre zwar ein mitteleuropäisches Filmfest lieber gewesen, 
