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Mediales über 'Berlin Station'

Verfasst: 06.04.2016, 18:05
von Laudine
Mit dem Interview mit Victoria Mayer ist wohl die Zeit für einen eigenen Pressethread zu 'Berlin Station' gekommen:

Neue US-Agentenserie dreht sich um Berliner Zeitung

Marcus Weingärtner
06.04.16, 12:22 Uhr


Gerade hat sie eine Szene als Reporterin der Berliner Zeitung für die amerikanische Agentenserie „Berlin Station“ abgedreht, nun erklärt Schauspielerin Victoria Mayer, wie sie zu der Rolle an der Seite von US-Schauspieler Richard Armitage kam.

Frau Mayer, Sie spielen in der amerikanischen Fernsehserie „Berlin Station“ eine Journalistin der Berliner Zeitung. Worum geht es?

Es geht um einen CIA-Agenten, der nach Berlin kommt, um einen Whistleblower ausfindig zu machen, der interne Geheimnisse der CIA ausplaudert. Ich spiele in „Berlin Station“ die deutsche Journalistin der Berliner Zeitung, Ingrid Hollander, die seine Informationen veröffentlicht.

Eine Agentenserie also?

Genau.

Wie sind Sie zu der Rolle in einer amerikanischen Serie gekommen?

Die Berliner Casterin Simone Bär hat mich für die Rolle vorgeschlagen. Ich habe in meinem Wohnzimmer ein Casting-Video aufgenommen mit dem Text von Ingrid, und dann habe ich die Rolle bekommen.

Wie haben Sie sich auf diese Rolle vorbereitet?

Ingrid ist sehr Amerika- und CIA-kritisch. Also habe ich viel gelesen, vor allem Literatur über die Politik der USA und über die CIA. Ich wollte wirklich verstehen, worüber Ingrid spricht. Woody Allen hat in einem Interview im Zusammenhang mit seinem Film „Irrational Man“ zwar mal gesagt, dass gute Schauspieler nicht verstehen müssten, was sie sagen. Aber im Ernst: Da wollte ich mich nicht drauf verlassen.

Und der journalistische Part?

Ich habe mich in erster Linie auf die Inhalte konzentriert, da das „normale“ journalistische Leben der Figur in der Serie im Hintergrund steht. Es ging für mich mehr um Ingrids Konflikt mit dem Agenten, der von Richard Armitage gespielt wird, und ihrer Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Geheimdienst.

Wie muss sich der Laie das vorstellen bei so einem Seriendreh – treffen Sie die anderen Darsteller regelmäßig, drehen Sie auch in Amerika?

Nein, die ganze Serie wird in Berlin gedreht. Ich fahre also zwischendurch nach Hause und komme nur für die Aufnahmen nach Berlin. Da Ingrid eher eine Außenseiterrolle spielt und nicht Teil des „Systems“ ist, habe ich leider tatsächlich sehr wenig mit den anderen Kollegen zu tun. Beim sogenannten read trough, dem gemeinsamen Lesen des Drehbuchs vor Drehbeginn, habe ich alle getroffen. Ansonsten ist das alles sehr straff organisiert. Es wird ja nicht chronologisch gedreht, sondern nach Orten. Ich bin also beispielsweise nie dabei, wenn die Szenen im CIA-Hauptquartier gedreht werden. Es ist nicht so, wie man sich das von außen vielleicht vorstellt – wir feiern nicht jeden Abend gemeinsam eine große Party. Eigentlich schade! (lacht).

Sie sprechen in der Serie deutsch und englisch, ist dieser dauernde Wechsel schwierig?

Für mich war das tatsächlich das erste Mal, in einer fremden Sprache zu drehen. Aber es gibt tolle Dialog- Coaches, die mit einem die englischen Dialoge vorbereiten und am Set die ganze Zeit neben einem stehen und helfen, wenn nötig.

Das ist Ihre erste amerikanische Produktion – was ist anders als bei Ihren deutschen Produktionen

Der schönste Unterschied zum Beispiel ist, dass bei „Berlin Station“ immer einer vom Autorenteam am Set dabei ist. Die Autoren begleiten sehr intensiv die Arbeit beim Dreh und können die Dialoge und die Szene vor Ort mitentwickeln oder aufkommende Fragen beantworten. Das finde ich ganz toll!

Ist so eine amerikanische Serie ein Türöffner für einen deutschen Schauspieler?

Das weiß ich nicht, es war nie mein erstes Ziel, in Amerika Karriere zu machen. Ich arbeite sehr gerne hier in Deutschland. Aber wenn sich etwas ergibt, freue ich mich natürlich. Es ist eine tolle Erfahrung, man trifft Kollegen aus anderen Ländern, redet über andere Dinge und sieht, wie anderswo gearbeitet wird. Das ist eine Bereicherung.

Würde Ihnen die Arbeit als Journalistin Spaß machen?

Ja, denn ich bin von Haus aus sehr neugierig.

Interview: Marcus Weingärtner


http://www.berliner-zeitung.de/berlin/neue-us-agentenserie-dreht-sich-um-berliner-zeitung-23836752?dmcid=sm_tw

Die Promobilder mit Richard hat Redluna bereits hier gepostet. Dankeschön! :blum:

Verfasst: 06.04.2016, 18:05
von Anzeige

Re: Mediales über 'Berlin Station'

Verfasst: 06.04.2016, 18:08
von Oaky
Danke für's Posten, Laudine! :kuss:

Mögen es noch viel, viel mehr Artikel werden. :sigh:

Re: Mediales über 'Berlin Station'

Verfasst: 06.04.2016, 18:32
von Arianna
Nettes Interview! Danke für's Herholen, Laudine! :kuss:

Re: Mediales über 'Berlin Station'

Verfasst: 06.04.2016, 18:57
von LucasThorin
Ich schätze, dass noch einiges darüber kommen wird... Danke

Re: Mediales über 'Berlin Station'

Verfasst: 06.04.2016, 20:03
von Arianna
Es durchzuckt mich immer noch, wenn ich "US-Schauspieler Richard Armitage" lese... :shy: :engl: :engl: :engl:

Re: Mediales über 'Berlin Station'

Verfasst: 06.04.2016, 20:32
von Laudine
Arianna hat geschrieben:Es durchzuckt mich immer noch, wenn ich "US-Schauspieler Richard Armitage" lese... :shy: :engl: :engl: :engl:

Ich denke, da wurde nicht weiter recherchiert: US-Serie = US-Schauspieler.

Re: Mediales über 'Berlin Station'

Verfasst: 06.04.2016, 20:43
von Oaky
Das glaube ich auch.

Da hat man wohl auf die Genauigkeit und Richtigkeit der Angaben nicht so großen Wert gelegt. New York als Wohnort macht ihn noch lange nicht zu einem US-Schauspieler.

Re: Mediales über 'Berlin Station'

Verfasst: 06.04.2016, 20:49
von Arianna
Weiß ich alles ;)... Ist ja nur mein persönliches Empfinden.

Re: Mediales über 'Berlin Station'

Verfasst: 06.04.2016, 22:17
von Floumi
Hach ja, Teil 1 von mehreren (noch folgenden) Interviews zu der Serie! :heartthrow: :daumen:
Ich denke, jeder englischsprechende Schauspieler, der in einer amerikanischen Serie mitspielt, wird automatisch erst mal zu einem US-Amerikaner gemacht. Auch wenn er eigentlich von den Fidschis oder so kommt. So lange die Journalisten ihn in ihrer (bestimmt sorgfältig recherchierten :mrgreen: ) Berichterstattung nicht mit dem US-Politiker verwechseln - das könnte zu Verwirrungen führen ... :lol: :lol:

Re: Mediales über 'Berlin Station'

Verfasst: 06.04.2016, 22:23
von Laudine
Floumi hat geschrieben:Hach ja, Teil 1 von mehreren (noch folgenden) Interviews zu der Serie! :heartthrow: :daumen:
Ich denke, jeder englischsprechende Schauspieler, der in einer amerikanischen Serie mitspielt, wird automatisch erst mal zu einem US-Amerikaner gemacht. Auch wenn er eigentlich von den Fidschis oder so kommt. So lange die Journalisten ihn in ihrer (bestimmt sorgfältig recherchierten :mrgreen: ) Berichterstattung nicht mit dem US-Politiker verwechseln - das könnte zu Verwirrungen führen ... :lol: :lol:

:pc: :laughter: :laughter: :laughter:
Das ist die mediale Rache für die ebenso undifferenzierte Zuschreibung von Lederhosen und Sauerkraut.

Re: Mediales über 'Berlin Station'

Verfasst: 07.04.2016, 05:06
von Nicole1971
Oaky hat geschrieben:Das glaube ich auch.

Da hat man wohl auf die Genauigkeit und Richtigkeit der Angaben nicht so großen Wert gelegt. New York als Wohnort macht ihn noch lange nicht zu einem US-Schauspieler.

Auch wenn das die US-Ladys noch so gerne hätten. :grins:
Laudine hat geschrieben:
Floumi hat geschrieben:Hach ja, Teil 1 von mehreren (noch folgenden) Interviews zu der Serie! :heartthrow: :daumen:
Ich denke, jeder englischsprechende Schauspieler, der in einer amerikanischen Serie mitspielt, wird automatisch erst mal zu einem US-Amerikaner gemacht. Auch wenn er eigentlich von den Fidschis oder so kommt. So lange die Journalisten ihn in ihrer (bestimmt sorgfältig recherchierten :mrgreen: ) Berichterstattung nicht mit dem US-Politiker verwechseln - das könnte zu Verwirrungen führen ... :lol: :lol:

:pc: :laughter: :laughter: :laughter:
Das ist die mediale Rache für die ebenso undifferenzierte Zuschreibung von Lederhosen und Sauerkraut.

Ich bin ja immer noch der Meinung, dass ein Teil seines Deutschkurses auf dem Oktoberfest stattfand. :bia: :pfeif:

:danke1: Laudine! :blum:

Re: Mediales über 'Berlin Station'

Verfasst: 07.04.2016, 07:12
von LucasThorin
Laudine hat geschrieben:
Arianna hat geschrieben:Es durchzuckt mich immer noch, wenn ich "US-Schauspieler Richard Armitage" lese... :shy: :engl: :engl: :engl:

Ich denke, da wurde nicht weiter recherchiert: US-Serie = US-Schauspieler.


facepalm... eigentlich sind die Deutschen ja in vielerlei Hinsicht als pinglig verschrieen, aber hier würde ich wirklich sagen, das war luschig...

Re: Mediales über 'Berlin Station'

Verfasst: 07.04.2016, 07:36
von Arianna
Na ja, obwohl ich die Diskussion ausgelöst habe: so viel Bedeutung messe ich dem jetzt auch nicht bei. Es ist "nur eine Lokalzeitung" (stimmt's, Laudine? ;) ) und die wollten eine deutsche, beteiligte Schauspielerin präsentieren. ;)
Schwamm drüber. :mrgreen: :lol:
Die Fotos bleiben!

Re: Mediales über 'Berlin Station'

Verfasst: 07.04.2016, 09:32
von Laudine
Arianna hat geschrieben:Es ist "nur eine Lokalzeitung" (stimmt's, Laudine? ;) ) und die wollten eine deutsche, beteiligte Schauspielerin präsentieren. ;)

Immerhin ist es die derzeit auflagen- und abonnentenstärkste Lokalzeitschrift, was dafür spricht, dass sich journalistische Qualität doch noch durchsetzt. Dei 'Berliner Zeitung' ist jedenfalls kein Boulevardblatt. Ich denke auch, dass Herr Weingärtner einfach zu abgelenkt von Victoria Mayers Charme und dem Umstand der Dreharbeiten im eigenen Verlagshaus war. ;) Mir gefällt das Interview als solches eigentlich gut. Wobei Victoria Mayer - vergleichbar mit Richard - ein bißchen weniger bescheiden auftreten und mehr aus ihrer Beteiligung an 'Berlin Station' machen sollte. :kuss:

Re: Mediales über 'Berlin Station'

Verfasst: 07.04.2016, 16:16
von Arianna
Mir gefällt das Interview auch sehr gut! Dass sie sich so zurücknimmt, obwohl ihre Rolle doch wohl von offensichtlicher Bedeutung ist, finde ich ... fast schon britisch. :mrgreen: