Ich hab auch Sorge, dass die routinierten Darsteller (oder sogar sein Zweitbesetzung) auf der Bühne überzeugender rüberkommen als er. RA auf der Bühne ist eine unbekannt Größe und wir wissen nicht, warum es bisher nicht geklappt hat. Es ist vielleicht ganz gut, dass der Hype um ihn nicht so groß ist wie um Daniel Radcliff oder Keira Knightley oder OB. Ich hab das Gefühl, die Presse ist ihm wohlgesonnener seit der den Hobbit gemacht hat seine Theatervergangenheit wird ofter betont. Heute liest man schon eher acclaimed actor anstatt hunky heartthrob.
AngryAngel hat geschrieben:Ich habe absolut keine Zweifel, dass Richard der Aufgabe gewachsen ist. Er ist ein sehr, sehr guter Schauspieler. Egal, in welchem Medium!
Da bin ich mir auch ziemlich sicher. Er ist ein guter Schauspieler und kann sich denke ich sehr gut selbst einschätzen, was er gut kann und was nicht so gut.
Maike hat geschrieben:Es ist vielleicht ganz gut, dass der Hype um ihn nicht so groß ist wie um Daniel Radcliff oder Keira Knightley oder OB. Ich hab das Gefühl, die Presse ist ihm wohlgesonnener seit der den Hobbit gemacht hat seine Theatervergangenheit wird ofter betont. Heute liest man schon eher acclaimed actor anstatt hunky heartthrob.
oh ich finde das sogar sehr gut. Es ist denke ich auch für Richard sehr angenehm. Ab einem gewissen Grad, ist der Hype um einem herum sehr anstrengend, könnte ich mir vorstellen.
Bei Daniel Radcliff, OB etc. ist es schon extrem. Bei BC auch finde ich und bei MF wird er langsam immer mehr (für mein Geschmack schon zuviel des guten).
Fazit: So wie Richard das macht, macht er es gut. Es ist zwar bedauerlich, dass er bis jetzt noch keine Awards gesammelt hat- wobei das ja nun wirklich nicht alles ist und das weiß auch ein Richard, aber er bekommt Rollen und durchaus gute Rollen im Film/Fernsehen und jetzt Theater
Maike hat geschrieben:Ich bin jedenfalls gespannt auf die reviews nach der press night, im Gegensatz zu den Fan-reviews.
Die interessieren mich auch sehr/mehr!
Da ich es nicht selber sehen werde, interessieren mich sowohl die reviews nach der press night, als auch die Fan-Reviews, auch wenn man letztere natürlich richtig einordnen muss und das Ausschlaggebende sicherlich die Press-Reviews sein werden.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Richard weiß worauf er sich eingelassen hat und sich diesen Schritt wohl überlegt hat. Genauso wie sich auch die Stück-Verantwortlichen etwas dabei gedacht haben ihn als Lead-Actor zu casten. Diese Leute verstehen ihr Handwerk und stecken doch viel mehr in der Materie drin als wir. Ich für meinen Teil habe weder Angst noch Zweifel. Richard wird das packen und genauso überzeugend sein wie in all seinen anderen Projekten.
Die gute Presse der letzen Monate kommt doch nicht von ungefähr. Wenn er nicht überzeugt hätte würden sie ihn wohl kaum einen "acclaimed actor" nennen. Hinzu kommt noch, dass Richard ausgebildeter Theater-Schauspieler ist und somit auch das notwendige Handwerkszeug besitzt um auf der Bühne überzeugend rüber zu kommen.
Ich bin darauf gespannt, wie er sein Schauspiel verändern bzw. für die Bühne anpassen wird. Im Film/TV "verstehe" ich sehr viele seiner Rollen über seine Augen und Microexpressions (denn das macht er meisterhaft), das kann auf der Bühne so ja nicht funktionieren. Es wird interessant sein zu sehen, wie er sein leises Spiel lauter macht.
Yep. In gewisser Weise musste er das auch für Thorin, aber auch in Hobbit sind seine intensivsten Szenen die Großaufnahmen von seinem Gesicht. Es ist reine Spekulation meinerseits, aber ich könnte mir vorstellen, dass er letztes Jahr in NY privaten Schauspielunterricht genommen hat, um sich für die Bühne fit zu machen, vielleicht bei der Dame, die Pinter/Proust inszeniert hat. Was auch immer man von seinen Fähigkeiten hält, die Bühne verlangt einen völlig andren Ansatz als seine übliche Technik, mit Naturtalent alleine ist es nicht getan. Ich bin sicher, auch die Proben mit einem erfahrenen Ensemble und einer entsprechenden Regisseurin werden helfen. Ich sehe ihn nicht als jemand, der da mit der "Ich-bin-ein-Filmstar"-Attitüde reingeht und sich nix sagen lässt.
Nietzsche hat geschrieben:Seine Stimme wird da sicher eine Rolle spielen. Die sitzt so gut, die sollte schön tragen!
Die ist sicher seine größte Stärke fürs Theater
Ich habe mitlerweile schon so viele Theaterstücke diverser Autoren und mit sehr unterschiedlichen Typen von Darstellern gesehen. Was mir immer wieder aufgefallen ist, dass die Darstellung auf der Bühne doch etwas sehr Individuelles, aber auch sehr Gemeinschaftliches ist. Die Stimmung im Ensemble ist für die Wirkung ebenso wichtig, wie die Stimmung im Publikum. Theater ist sehr energetisch. Erst durch das Publikum kommt die Wirkung richtig zur Entfaltung- deswegen ist auch jede Vorstellung anders.
Es gibt auf London's Bühnen nur wenige Darsteller, die schlecht sind - den Eindruck habe zumindest ich über die Zeit gewonnen - aber gut bis richtig gut sind die meisten - allerdings nur hin und wieder erlebt man absolut besondere Leistungen und die hängen eben nich allein vom Können des Darstellers, sondern eben auch von den anderen Faktoren ab und dann gibt es dieses besondere Etwas, eine Aura, die manche einfach verströmen und fast jeden packen, mögen die Umstände noch so schlecht sein. Und diese Darsteller müssen nicht unbedingt mit großen Gesten spielen. Stimme und Präsens sind meiner Meinung das Wichtigste für die Bühne. Bevor man jemanden nicht mindestens einmal, besser öfters, in einer tragenden Rolle auf der Bühne erlebt hat, kann man das vorher nicht wirklich einschätzen.
Ich hab halt immer die Sorge, dass RA etwas fehlt, was man für's Theater braucht, vielleicht etwas, dass man nicht benennen kann und auch mit Fleiß und gutem Willen nicht erwerben kann (denn daran mangelt es sicher nicht). Seine frühe Theaterkarriere hat nie gezündet (und die RSC hat ihn nicht behalten/er ist nicht geblieben, weil er keine Perspektive hatte) und ob das nur daran liegt, dass die Konkurrenz so hart ist und eben nicht jeder das Glück hat, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein?
Nietzsche hat geschrieben:Seine Stimme wird da sicher eine Rolle spielen. Die sitzt so gut, die sollte schön tragen!
Die ist sicher seine größte Stärke fürs Theater
Ich habe mitlerweile schon so viele Theaterstücke diverser Autoren und mit sehr unterschiedlichen Typen von Darstellern gesehen. Was mir immer wieder aufgefallen ist, dass die Darstellung auf der Bühne doch etwas sehr Individuelles, aber auch sehr Gemeinschaftliches ist. Die Stimmung im Ensemble ist für die Wirkung ebenso wichtig, wie die Stimmung im Publikum. Theater ist sehr energetisch. Erst durch das Publikum kommt die Wirkung richtig zur Entfaltung- deswegen ist auch jede Vorstellung anders.
Es gibt auf London's Bühnen nur wenige Darsteller, die schlecht sind - den Eindruck habe zumindest ich über die Zeit gewonnen - aber gut bis richtig gut sind die meisten - allerdings nur hin und wieder erlebt man absolut besondere Leistungen und die hängen eben nich allein vom Können des Darstellers, sondern eben auch von den anderen Faktoren ab und dann gibt es dieses besondere Etwas, eine Aura, die manche einfach verströmen und fast jeden packen, mögen die Umstände noch so schlecht sein. Und diese Darsteller müssen nicht unbedingt mit großen Gesten spielen. Stimme und Präsens sind meiner Meinung das Wichtigste für die Bühne. Bevor man jemanden nicht mindestens einmal, besser öfters, in einer tragenden Rolle auf der Bühne erlebt hat, kann man das vorher nicht wirklich einschätzen.
All das ist es, was Theater eben so besonders und einmalig macht.
Lars Eidinger schlägt sich (zum Glück) auch nicht bei jeder 'Hamlet'-Aufführung selbst k.o., während die Zuschauer denken, es soll so sein.
Maike hat geschrieben:Seine frühe Theaterkarriere hat nie gezündet (und die RSC hat ihn nicht behalten/er ist nicht geblieben, weil er keine Perspektive hatte) und ob das nur daran liegt, dass die Konkurrenz so hart ist und eben nicht jeder das Glück hat, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein?
Fast immer ist das der Fall! Die Konkurrenz ist hart und man muss die richtigen Leute kennen, die immer wieder mit einem arbeiten wollen. Nicht mehr lange, dann werden wir sehen, ob Richard genug fürs Theater mitbringt.