Die "Nürnberger Zeitung" hatte heute einen Bericht über den Film auf Seite 3 (was wirklich sehr ungewöhnlich ist) mit der Schlagzeile "Fabelwesen und böse Zwerge in 3D". Böse Zwerge?

Online habe ich den Artikel nicht gefunden, und scannen kann ich auch nicht, aber hier sind ein paar Ausschnitte der insgesamt eher gemischten Kritik.
"Ein 1200 Seiten langes Monumental-Werk wie "Der Herr der Ringe" bietet sich für eine dreiteilige Verfilmung an. Doch wie bewerkstelligt man Selbiges mit einem 350-Seiten-Buch? Indem man auswalzt bis zum geht nicht mehr, Erzählebenen einfügt und viele kleine Nebenfiguren schafft oder schamlos auf das Personal des "Herrn der Ringe" zurückgreift."...
"Aber wo bleiben in dem Film die spielerischen Elemente, Charme und Humor? Sie schimmern zu Anfang des Films durch, einschließlich zweier von den Zwergen vorgetragenen Lieder. Doch bald dominieren zwei typisch Jackson'sche Elemente: Pathos und Action. Alle zehn Minuten wird man Zeuge von (für die Geschichte nicht immer relevanten) Kämpfen, Schlachten oder Verfolgungsjagden. Jackson schielt hiermit ähnlich wie "Star Wars" Schöpfer George Lucas auf ein junges männliches Publikum. Zwerge sind bei ihm eindeutig Krieger. Im Buch sind sie bis zur finalen Schlacht der fünf Armeen eher possierlich und scheuen physische Auseinandersetzungen. Hier grölen sie mit gereckten Schwertern Kampfesparolen, hauen und stechen, während vor allem Thorins blaue Augen dabei martialisch lodern. Dass Thorin (Richard Armitage) für einen Zwerg ausnehmend gut aussieht, ebenso wie seine Neffen Kili und Fili (sie wirken wie Mitglieder einer Boygroup), visiert dann eher die weiblichen Zuschauer an."
Sind die Zwerge im Buch possierlich? Daran kann ich mich gar nicht erinnern!

Einiges in der Kritik bestätigt meine Befürchtungen hinsichtlich des Films, aber das mit der Boygroup fand ich ziemlich witzig!

Immerhin werden Thorins blaue Augen hervorgehoben. Ist aber auch kein Wunder, denn den Artikel hat eine Frau geschrieben
