Ich fand die Idee mit der zum Kauf angebotenen CD mit den Kontodaten z.B. ganz hervorragend. Ansonsten ist es ist immer schwierig etwas Neues zu erfinden. Jeder, der Spionagefilme/romane oder Krimis in Massen sieht/liest, sieht das immer wieder. Wenns gut gemacht ist und nicht allzu dreist agekupfert, stört es mich nicht besonders. Ansonsten gebe ich Claire recht: Das ist eine Chance zu guten Drehbüchern zurückzukehren, die auf Dialog und Intelligenz setzen.
Ich bin jetzt nicht unbedingt dafür, Produktionen wie Spooks zugunsten von Serien wie Casualty einzustellen, aber ich fände es durchaus nicht falsch, Spooks zu Ende zu bringen und es mit einem anderen Konzept zu versuchen. Das Ende von Spooks muss nichts das Ende von intelligentem Drama sein und auch nicht das Ende von RA im TV.
Außerdem, mal ganz ketzerisch gefragt, wir beklagen ständig, dass zwischenmenschliche Beziehungen und Charakterentwicklung im Vergleich zu Explosionen und Atombomben zu kurz kommen - vielleicht wären wir ja sogar glücklich mit Richard in einer Soap oder eine soap-artigen Krankenhausserie?
Maike hat geschrieben:vielleicht wären wir ja sogar glücklich mit Richard in einer Soap oder eine soap-artigen Krankenhausserie?
Auf gar keinen Fall. Ich würde mir das eher wie Claire geschrieben hat wünschen. Zurück zu den Wurzeln und weniger Explosionen und Action. Es muß ja auch nicht immer eine "Riesenbedrohung" behandelt werden, kleinere Verbrechen können auch interessant und spannend aufbereitet werden. Ganz Einstellen wollen würde ich Spooks schon wegen Harry nicht.
Maike hat geschrieben:vielleicht wären wir ja sogar glücklich mit Richard in einer Soap oder eine soap-artigen Krankenhausserie?
Auf gar keinen Fall. Ich würde mir das eher wie Claire geschrieben hat wünschen. Zurück zu den Wurzeln und weniger Explosionen und Action. Es muß ja auch nicht immer eine "Riesenbedrohung" behandelt werden, kleinere Verbrechen können auch interessant und spannend aufbereitet werden. Ganz Einstellen wollen würde ich Spooks schon wegen Harry nicht.
seh ich genauso (nur die Harry-Faszination, die teil ich irgendwie nicht so)
Aber die soaps (oder soap-artige Serien, muss ja keine daily soap sein) sind es die von nix anderem als zwischenmenschlichen Beziehungen handeln. Ist er nun der Vater des Kindes der Nachbarin etc.?
Maike hat geschrieben:Aber die soaps (oder soap-artige Serien, muss ja keine daily soap sein) sind es die von nix anderem als zwischenmenschlichen Beziehungen handeln. Ist er nun der Vater des Kindes der Nachbarin etc.?
Ich hätte sehr gerne mal wieder ne richtige undercover story und wie jemand in der anderen Identität eine Beziehung zu einem target aufbaut (nicht notwendigerweise eine Liebesbeziehung). Das war ein wichtiger Bestandteil der frühen Staffeln und ist in letzter Zeit zu kurz gekommen. Lucas für fünf Minuten als Motorradkurier oder russischer Milliardär zählt ja kaum.
Oder mal wieder so eine Trockenübung, wo aber keiner weiß, dass es eine ist, wie damals in Staffel 2 oder mal zumindest wieder interessantere terroristische Gruppen wie verrückte Tierschützer oder diese eine rechte Partei, die so knapp an der Legalität vorbeischrappte. Jetzt ist es ja nur noch Geheimdienstallerlei.
Wegen Krankenhausserie, ich hätte nun nicht direkt was dagegen, käme auf das Niveau an, "The Golden Hour" fand ich damals nicht schlecht. Oder auch ne gute Krimiserie mit ihm als Ermittler an der Seite einer dieser Polizistinnen mit Haaren auf den Zähnen und ein bissel Rumgezicke unter Kollegen fände ich okay. An Spooks nervt mich vor allem, dass es mal soooo viel besser war. Es ist immer noch gut, aber wenn ich nun Staffel 3 oder 4 schaue und danach 6, 7 oder 8 merke ich schon deutlich, dass es mal besser war.
Ein Problem für Spooks ist auch, dass es immer nur 8 Folgen gibt, da kann man die persönlichen Entwicklungen nur anreißen. Da sind die Amis verwöhnt, bie denen haben viele Serien 15 - 25 Folgen.
Nana, aber früher in Staffel 1 mit sechs Folgen und den Staffeln 2-6 mit auch nur zehn Folgen, gerade mal zwei Folgen mehr als jetzt funktionierte das auch. Ich finde man kann sowas nicht an sowas festmachen, dass die Staffeln kürzer sind. Ich finde eher, es liegt an den Schreibern, die sich in dieser Hinsicht nicht mehr so große Mühe zu geben scheinen.
Das wollte ich damit auch nicht in Abrede stellen, Becci. Es ist leider so geworden, dass reißerische Sachen wie jede Menge Explosionen oft mehr Publikum bekommen als intelligent gemachte Sachen, wo man aufpassen muss. Viele Leute gucken nur noch nebenbei Fernsehn und das dürfte eine große Rolle spielen. Trotzdem ist es natürlich leichter bei langen Staffeln die persönlichen Hintergründe etwas auszufeilen.
Also meine Favoriten sind nach wie vor die Staffeln 1 und 2 (besonders 2/5 und die Militärfolge ), auch noch 4, obwohl mir Fionas Tod unglaublich an die Nieren gegangen ist Dann hat mich erst wieder 7 vom Sitz gerissen, und 8 - na ja...wenn nur nicht diese doofe "Liebes"geschichte gewesen wäre, wär's schon gegangen. Folgen 4 und 7 waren ja ganz ok, teilweise sogar witzig "Smalltalk me Ros..."
Eigentlich sagt jeder eingefleischte Spooksfan das gleiche wie wir, aber die Macher scheinen zu glauben, dass das Publikum etwas anderes sehen will. Ich kann nicht abschätzen, in wie weit sie recht haben, und der Durchschnittszuschauer, der keine besondere Bindung an Darsteller oder Charaktere hat, gelangweilt wäre, wenn sie einen Gang zurückschalten und mehr Wert auf die kleinen Geschichten legen würden.