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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 8
BeitragVerfasst: 10.11.2010, 14:02 
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Lady Macduff
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Maike hat geschrieben:
Sie war ein Symbol für Johns früheres Leben als alles einfach und klar war .... Maya symbolisiert alles was rein in seinem Leben war.

Das seh ich auch so. Komisch ist nur das der "eiskalte und böse" John um alles in der Welt dieses Leben zurück wollte .... aber solche Gedanken eher zu Lucas passen.
Aber wie hat schon Margareth Hale vor 150 Jahren :pfeif: gesagt: ".... happy as we were, we can't go back."

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 10.11.2010, 14:02 


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 8
BeitragVerfasst: 10.11.2010, 14:32 
Ich hab jetzt nachgelesen, was da gestern alles noch geschrieben wurde und möchte für meinen Teil die Betrachtung dieser Staffel mit ein paar letzten Bemerkungen abschließen. Ich bleibe für mich dabei, was Lucas betrifft, war das Drehbuch für mich schlecht. (Ansonsten gefiel mir die Staffel ja). Für Spooks wissen wir es nicht definitiv, aber bei RH wissen wir, dass Richard sauer über das Ende war. Es gibt sowas wie ein schlechtes oder unlogisches Drehuch. Drüben auf c19 sind sie ebenfalls völlig uneinig, die einen finden einiges nachvollziehbar, andere sagen, das wars für mich mit Spooks - Und jeder hat seine Argumente.

Ich wünsche mir nur für die Zukunft für alle unsere Diskussionen, dass Meinungen und Gefühle stehen gelassen werden können.

Es gibt keine richtigen und falschen Gefühle, sondern es gibt meine und deine Gefühle und deine und meine Meinung. Und auch, was die sog. Wahrheit betrifft, so hat jeder seine eigene Geschichte und lebt seine eigene Geschichte, sonst müsste beim Vergleich von Input und Output das gleiche herauskommen.

Wir müssen uns hier gegenseitig von nix überzeugen. Ich werde versuchen OH dazu zu bekommen, dass er dem Hobbit eine Chance gibt, wenn es ins Kino kommt, aber er steht nicht auf Fantasy und ich muss LotR zurzeit allein gucken. Er hat seinen Geschmack und ich meinen - wobei meiner natürlich viiiiiiel besser ist, denn ich steh ja schließlich auf Richard und er auf ...nein, das sag ich jetzt besser nicht...


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 8
BeitragVerfasst: 10.11.2010, 14:46 
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Lady Macduff
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Registriert: 07.10.2008, 20:18
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Wahre und schöne Worte, Marian. :daumen: Und ich glaube auch, dass wir an Board das alle so sehen. :kuss:

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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 8
BeitragVerfasst: 10.11.2010, 23:36 
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Richard's favourite bedtime storyteller

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Beiträge: 2596
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Spooks war nie meine Baustelle. Ich kannte mit RA nur die ersten Folgen aus Staffel 7 und habe mich danach auf YouTube-Schmachtvideos beschränkt. LN war eine Augenweide - aber als Charakter hat er mich nicht berührt. Nachdem das Ende jetzt aber solche Wellen geschlagen hat, "musste" ;) ich mir gestern das Finale ansehen. Ohne im Detail Bescheid zu wissen über LN/JB, Maya, Harrys Rolle...

Euren Frust über plot holes kann ich seeeehr gut nachvollziehen! Ihr "kennt" Lucas besser als ich. Mein Held war Guy und es treibt mir immer noch die Zornesröte ins Gesicht, wenn ich an dessen seltsamen Wandel zurückdenke... :twisted: Aber: für einen unvoreingenommenen Zuseher wie mich war das Finale einfach großartig. RA zeigte wirklich alle Facetten und hat mir den innerlich gebrochenen, verzweifelten Lucas/John überzeugend verkauft. Die Folge war spannend, überraschend, bot tolle Bilder (allein der Showdown auf dem Hochhaus mit der Skyline im Hintergrund!) und hat mich keine Sekunde gelangweilt. "I am Nothing." :bibber: - das wird mir in Erinnerung bleiben.

Hätte ich von Anfang an mehr Einblick ins Seelenleben der einzelnen Agenten bekommen, dann wäre ich sicher am Ball geblieben. Mich hat dieses Ende auf jeden Fall mit Spooks versöhnt und ich werde mir doch noch alle Folgen mit RA ansehen.

Vielleicht muss ich danach wieder hierher zurückkommen und über das miserable Drehbuch schimpfen :grins:

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When I told you that I didn´t want you, it was the very blackest kind of blasphemy.

Once you go bat, you never go back.


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 8
BeitragVerfasst: 11.11.2010, 08:19 
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Percy's naughty little barfly

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Ich war schon so frustriert und traurig, daß ich für einige Zeit gedacht habe, ich könnte mir nicht einmal mehr den wundervollen Lucas aus Staffel 7 ansehen, weil mir das Wissen um JB alles verderben würde. Gestern habe ich also die Probe aufs Exempel gemacht und mir 7.8 angesehen - und JB war vergessen. Der alte Zauber war wieder da! :sigh: Ich kann nicht genug von diesem Lucas kriegen.

Also sehen ich Staffel 9 jetzt mal als Albtraum eines Drehbuchautors an, tue sie in die Schublade für Mißlungenes und Kuriositäten und bleibe bei Lucas dem Helden. :schnapp:


"Was ich mir für den Beginn von Staffel 10 wünschen würde, wäre genauso ein Beginn wie Staffel 9, ein Begräbnis und alle Kollegen am Grab von Lucas."

Ich fürchte, das wird es doch nicht geben. Wie hat Harry in 7.1 geasgt? "If you are lying to me, you won't even get a funeral." :flenn: :flenn: :flenn:


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 8
BeitragVerfasst: 11.11.2010, 12:29 
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Mr. Turner's loveliest affair
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hier meine Gedanken zu Folge 8 bzw. zur Staffel:
Wenn ich mir das eher mit dem Kopf anschaue, kann ich mir vieles erklären, die positiven Seiten sehen und es mir verständlich reden und es z. T. auch wirklich verständlich finden.
Schalt ich den Kopf aber aus (tut manchmal Not :grins: ) und sehe es eher mit meinem Herzen, dann macht es mich echt traurig. Ich habe die Figur des LN geliebt, sie war mit meine liebste RA Figur, und dann ärgert mich es einfach, wie sich diese Figur entwickeln musste.
Deshalb kann ich auch alle Standpunkte in dieser Diskussion hier verstehen. Aber Mädels sind wir doch mal ehrlich, wann haben wir das letzte Mal so hingebungsvoll über eine Figur diskutiert? (Das ist doch herrlich)
Das hat spooks doch geschafft, dass wir alle, jede auf seine Art, von dieser Figur berührt waren, dafür :daumen:

und :grouphug:


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 8
BeitragVerfasst: 11.11.2010, 12:55 
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Mill overseer & Thorins Schneewittchen
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Registriert: 04.05.2006, 13:06
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Mich hat LN relativ kalt gelassen sobald er sich vom gebrochenen Ex-Häftling zum Superspion gewandelt hatte, so etwas Mitte von Staffel 7 und durch die komplette Staffel 8 hindurch. Das hat sich für mich in Staffel 9 grundlegend geändert. Ich hab es genossen, ihn als kompetenten section chief zu sehen, nicht nur als zweite Geige hinter Ros aber ebenso hat mich die ganze Jekyll and Hyde Geschichte fasziniert, ob sie nun glaubwürdig war oder nicht.

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Bloody Internet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 8
BeitragVerfasst: 11.11.2010, 13:36 
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Mr. Turner's loveliest affair
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Beiträge: 830
ich fand die Interaktion zwischen Ros und LN immer klasse, das war oft sehr schön geschrieben und gespielt und eigentlich die einzigen Momente in denen ich lachen/schmunzeln konnte (bezogen auf LN)

ich glaub der LN in meinem Kopf war auch stark von fanfics beeinflusst und nicht nur von dem was im telly zu sehen war


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 8
BeitragVerfasst: 11.11.2010, 13:40 
Die fand ich auch genial und gerade, wo du es erwähnst, fällt mir auch ein, dass die Interaktion zwischen Robin und Guy bei RH auch richtig klasse war. Diese Frotzeleien... es wäre klasse, wenn er auch mal so etwas machen würde, irgendwas, wo es ein Zweiergespann gibt - nur bitte nicht Richard als dark and brooding part.


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 8
BeitragVerfasst: 11.11.2010, 13:45 
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Mr. Turner's loveliest affair
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Beiträge: 830
ja das wäre toll, was mit derben, trockenem britischem Humor


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 8
BeitragVerfasst: 11.11.2010, 22:26 
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Percy's naughty little barfly
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Beiträge: 6431
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Inzwischen bin ich etwas gelassener geworden, denn es ist wirklich so, wie ich gehofft habe. Ich kann das Ganze tatsächlich so sehen wie @Nietzsche, d.h. diese absurde JB Geschichte wird reduziert auf einen Albtraum. Eine der alten Folgen konnte ich zwar noch nicht wieder sehen, aber in meinen Gedanken ist Lucas einfach so, wie er immer war. Also absolut :heartthrow: :heartthrow: :drool: :aww:

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Danke an finchen für diese wunderbare Signatur


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 8
BeitragVerfasst: 13.11.2010, 20:16 
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Lady Macduff
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Beiträge: 1746
Wohnort: in the British TV-landscape...
Ian Wylie hat das Bild hier gerade getwittert:
http://twitpic.com/36i9nf
mit dem Hinweis: Sir Harry quietly honours one of his closest Spooks colleagues. Or is it an order?

:grins: :pfeif: :lol: :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 8
BeitragVerfasst: 14.11.2010, 00:00 
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Lady of Casterly Rock
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Registriert: 21.08.2009, 22:42
Beiträge: 6756
Wohnort: lost in his eyes
aikota hat geschrieben:
Ian Wylie hat das Bild hier gerade getwittert:
http://twitpic.com/36i9nf
mit dem Hinweis: Sir Harry quietly honours one of his closest Spooks colleagues. Or is it an order?

:grins: :pfeif: :lol: :mrgreen:

:lachen: :daumen: Doch, Ruth hat eine Auszeichnung verdient.

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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 8
BeitragVerfasst: 15.11.2010, 19:30 
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DT addicted & Jamie's Outlander designee
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Beiträge: 9308
Wohnort: Lallybroch
carolahuflatich hat geschrieben:
hier meine Gedanken zu Folge 8 bzw. zur Staffel:
Wenn ich mir das eher mit dem Kopf anschaue, kann ich mir vieles erklären, die positiven Seiten sehen und es mir verständlich reden und es z. T. auch wirklich verständlich finden.
Schalt ich den Kopf aber aus (tut manchmal Not :grins: ) und sehe es eher mit meinem Herzen, dann macht es mich echt traurig. Ich habe die Figur des LN geliebt, sie war mit meine liebste RA Figur, und dann ärgert mich es einfach, wie sich diese Figur entwickeln musste.
Deshalb kann ich auch alle Standpunkte in dieser Diskussion hier verstehen. Aber Mädels sind wir doch mal ehrlich, wann haben wir das letzte Mal so hingebungsvoll über eine Figur diskutiert? (Das ist doch herrlich)
Das hat spooks doch geschafft, dass wir alle, jede auf seine Art, von dieser Figur berührt waren, dafür :daumen:

und :grouphug:


Du hast es auf den Punkt gebracht. :daumen: Ich sehe es ebenso. Mit grosser Freude habe ich immer Eure Disskusionen verfolgt. Und auch wenn ich über das systhematische demontieren von Lucas Charakter unendlich traurig bin, war es doch eine grosse Freude, RA so grossartig spielen zu sehen. Doch manchmal könnt ich die Drehbuchautoren echt verfluchen. :fluch: Nur eben blöd, das ausgerechnet meine beiden Serienlieblinge, Ten & jetzt auch noch Lucas das zeitliche segnen mussten. :sigh2:

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"I wanted ye from the first I saw ye -
but I loved ye when you wept in my arms
and let me comfort you that first time in Leoch."


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 Betreff des Beitrags: Re: Folge 8
BeitragVerfasst: 16.11.2010, 11:16 
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Lucas' sugarhorse
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Beiträge: 15891
Wohnort: 7. Himmel
uiuiui....ihr habt hier ja heiße Diskussionen :shock:

Also, nachdem wir uns drauf geeinigt haben, dass hier jede ihre Meinung frei und offen sagen darf (worauf wir uns nicht hätten einigen müssen, das ist hier schon immer so...da sind glaub ich bei allen ein wenig die gefühle hochgekocht :kuss: ), mach ich das nun auch.
Zuerst muss ich sagen, dass ich die letzten beiden staffeln Spooks nicht mehr so fanmäßig angeschaut habe wie ich es noch vor 2 Jahren gemacht hätte. Daran könnt ihr ruhig OH die Schuld geben :mrgreen:
Auf jeden fall hatte für mich Lucas nie die bedeutung wie sie Guy oder JT hatte, weswegen ich natürlich die jetzige Staffel mit viel mehr emotionalem Abstand geschaut habe als viele von euch. und ich glaube, das macht das ganze leichter.
Ich fand die Staffel und ganz besonders die Finalfolge großartig!!!!!!! Ich bin restlos begeistert von der Charakterentwicklung, wie sich langsam alles aufgelöst hat und es dann zu diesem genialen Showdown kam. ich war völlig gepackt und ich empfinde es als logisch und folgerichtig und finde es absolut genial und toll.

Mich hat das alles ein bisschen an "Der talientierte Mr. Ripley" erinnert...oder auch an "Gollum", so komisch der Vergleich vielleicht ist :lol:
Ich glaube, dass es möglich ist, dass ein mensch seine Identität völlig verliert und vergisst und sich in eine andere reinsteigert und diese annimmt, sodass er sein wahres ich so weit verdrängt, dass er sich wirklich nicht mehr erinnert und nichts mehr mit dieser früheren persönlichkeit gemein hat. Dass ein mensch jahrelang, jahrzentelang, wirklich unwissend, so leben kann...bis dann ein Auslöser kommt, der alles auf den Kopf stellt.
ich finde auch Lucas heftige Reaktion bei Conni und sarah völlig nachvollziehbar...weil ganz unterbewusst etwas in ihm rebelliert und hochkommt...soweit unten im Unterbewusstsein, dass er dagegen ankämpft und gerade deswegen so heftig reagiert...für mich daher logisch.

Und in eminen Augen hat Vaughn und dann maya quasi dieses ganz versteckte Unterbewusstsein von Lucas gekitzelt. ich glaube, dass Lucas tatsächlich bis zu den letzten beiden Folgen geglaubt hat, fest davon überzeugt war, dass Vaughn die Bombe gelegt hat, dass Vaughn den echten Lucas ermordet hat...weil er sich das so lange eingeredet hat, dass er es selbst gegalubt hat. Aber plötzlich hat das für ihn nicht mehr funktioniert, sein echtes Unterbewusstsein ist aufgewacht, wie ein "Schläfer", wie bei einem Schizophrenen ein anderer Charakter...und aus Lucas wurde immer mehr John, dieses Lügengebäude ist immer mehr zusammengestürzt...was für ein traumatisches Erlebnis für Lucas...fand ich auch toll mit den vielen Rückblenden...die 2 Charaktere, John und Lucas, haben sich immer mehr vermischt...was ist echt? was real? was die Lüge, die Erfindung? ich glaube Lucas konnte das selbst nicht wirklich sagen, zum Schluss war er für mich wirklich beides, John UND Lucas in einem wilden Mischmasch. Bzw, anders formuliert (ei, ist das schwer und kompliziert :irre: ): Aus John war damals, vor langer, langer zeit Lucas geworden...und Lucas hat sich zu einem tollen Charakter entwickelt, ein Held, ein guter Mensch...und dieser gute Mensch musste sich plötzlich damit auseinander setzen, dass er sich selbst belogen und verarscht hat, dass er in der Vergangenheit, die er völlog ausgeblendet hat, schlimme Dinge getan hat, dass er damals kein guter Mensch war. Das muss man auch erstmal verarbeiten udn einen Weg finden, damit umzugehen.

Ich glaube nicht, dass dieser John den Schalter für Lucas ausgeknipst hat und jetzt alles vergessen war und John, der böse Killer und Lügner die Weltherrschaft an sich reißen wollte. Lucas verschwunden und stattdessen John da...Nein.Ich glaube, dass Lucas diese erschreckende Erkenntnis, wer er wirklich ist, was er getan hat, dass sein leben ein Fake ist...dass diese Erkenntnis Angst udn Scham ausgelöst hat udn er einfach nur weglaufen wollte. Er wollte, denke ich, ein neues Leben anfangen...mit maya, die eine Brücke war, die nichts von allem wusste. das war sein verzweifelter Fluchtversuch, er wollte weder der böse John sein, noch der gute Lucas...denn nichts von beidem war er mehr...beide hat er zerstört, die konnten nun nicht mehr existieren...
Das erklärt für mich sein ganzes Verhalten, sein verzweifelter Kampf, sein verhalten gegenüber Ruth...das war nicht hartherzig und böse...das war verzweifelt! Und Ruth hat das erkannt...und daher hat sie auch um ihn getrauert, hat ihn bemitleidet. Nochmal der blöde Vergleich zu Gollum: Der ist auch schizophren und regelrecht zwiegespalten...er ist nicht an für sich böse...und eine zeitlang gelingt es ihm ja auch, dass die gute Seite überwiegt und er Frodo hilft und er wieder aufblüht...aber die dunkle Seite, die eben auch in ihm steckt, gewinnt wieder die Oberhand, und er kämpft dagegen, aber verliert. Und trotzdem mag ich Gollum, leide mit ihm mit und würde ihm immer so gerne helfen.
Ähnlich erging es mit jetzt bei Lucas...

Ich varbscheue, was John getan hat, ich fand diese Rückblenden ganz furchtbar, da wurde mir jedesmal ganz schlecht...wie muss das dann erst für Lucas gewesen sein, als er diese Erinnerungen, diese Erkenntnis hatte, dass ER das getan hat? dass er sich selbst so gut belogen und betrogen hat, dass er das komplett vergessen und verdrängt hat. dass sein Leben eine einzige Lüge ist und er nichts hat, nichtmal weiß, wer er eigentlich ist? Da bricht mir das herz...und ich finde das eine so großartige, furchtbare, aufwühlende Geschichte, die mir so zu herzen geht, und die RA so genial gespielt hat. Deshalb kann ich nur begeistert sein. Mir hat diese staffel wirklich supergut gefallen, wie das so langsam immer mehr ans Licht kam...welche Auswirkungen das auf alle hatte, diese ganzen Abgründe.
Lucas war eine Lüge, ja...aber eine gelebte Lüge, eine lebhafte Lüge...ähm...wie soll ich das formulieren? Trotzdem aber wahr. Denn Lucas war, obwohl er eine Lüge war, erfunden, ja doch jahrelang real, hat gewirkt und gehandelt, hat geliebt und gelitten und gekämpft.
Boah, das ist so eine große Geschichte!

Ich werde mir definitiv auch die Staffeln vorher nochmal anschauen, denn dieser Lucas dort ist echt!!! Auch wenn John da schon (bzw immer noch) tief in ihm schlummert, da ist Lucas der lebendige und er Aktive und weiß überhaupt nichts von John und dessen taten! Bin aber gespannt, ob es versteckte Hinweise gibt...so wie eben diese furchtbar nüchterne und kalte Wohnung, über die wir uns auch schon beschwert hatten...für mich ist das schon ein Hinweis, dass mit Lucas eben doch irgendwas nicht so ganz stimmt...find ich total spannend. Trotzdem bleibt der lucas der ersten Staffeln Lucas, der Held, der tolle Agent, da ändert sich für mich überhaupt nichts.
Gott, ich finde das so tragisch, dass Lucas das durchmachen muss, dass er erkennen muss, was er getan hat, was er verbrochen hat, dass er nicht der Mensch ist, der er zu sein glaubte, wie sein ganzes leben dadurch zusammenbricht :flenn: Wie er versucht davonzulaufen und das nicht wahrhaben will, wie er bereit ist, dafür auch zum Verräter zu werden...das war so ein Kampf für ihn Harry zu hintergehen und für Vaughn zu arbeiten, nur in der Hoffnung, dass bald alles wieder vorbei und beim alten ist.
Und wie er sich so danach sehnt, ein echtes Leben zu bekommen, wie er glaubt mit Maya neu anfangen zu können, nur um dann mit jedem tag mehr festzustellen, dass das nicht geht, dass da ein Prozess begonnen hat, den er nicht mehr aufhalten kann. das erklärt für mich seine letzten verzweifelten taten. Und sein Verhalten gegenüber Ruth und zum Schluss gegenüber Harry zeigen mir deutlich, dass er nicht mehr der John von früher ist. Er versucht es zu sein, um mit heiler haut rauszukommen, aber er scheitert, denn sein zeit als Lucas hat ihn geprägt und verändert. ich hab so geheult, als dieser Dialog mit Harry war, wenn er doch ihn vor Vaughn kennengelernt hätte...wie wahr. Wie anders hätte alles sein können, wie anders hätte er sich vielleicht entwickelt...wer weiß...
ich fand es folgerichtig, dass er dann springt, so furchtbar das auch ist. Aber sein leben ist schon längst vorbei. Er hat John "umgebracht", als er zu Lucas wurde...udn er hat Lucas "umgebracht", als John wieder aus den Tiefen in ihm auftauchte...er hatte kein leben mehr, war gefangen in Erinnerungen und zwischen diesen 2 gegesätzlichen Charakteren...und er hat sich entschieden, dass es so nicht weitergeht, dass er nicht die Konsequenzen seines Handelns (als John, aber eben auch als Lucas, sein verhalten gegenüber dem MI5, gegenüber Ruth, gegenüber Harry) tragen kann, dass er das nicht schafft...und daher springt er und beendet sein (nun völlig verkorkstes) Leben :flenn:
Bin immer noch völlig ergriffen...

Hoffe, ihr konntet verstehen, was ich sagen wollte, es ist so kompliziert zu beschreiben, aber es war mir ganz arg wichtig, dass mit euch auszutauschen, das mitzuteilen. Das war meine ganz persönliche und subjektive Sichtweise...und eine spoilerfreie, ich wusste nämlich wirklich gar nichts, als ich die Staffel gesehen habe...

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thx to Cuni


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