Ich zerfleddere Richard ganz bestimmt nicht. Im Gegenteil: Ich mag ihn sehr, sehr gern und bin ihm sehr gewogen.
Das Studio Babelsberg lebt von der Bilingualität seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Arbeitssprache am Set ist Englisch, sowohl wenn gedreht als auch wenn vorbesprochen wird. Natürlich verständigen sich die Crewmitarbeiter untereinander auf Deutsch, aber daran nehmen die Schauspielerinnen und Schauspieler nicht Anteil. Auch als Tourist kommt man inzwischen in Berlin mit Englisch ganz gut durch's Leben.
Ich traue Richard wirklich einiges zu, auch das er ein echtes Interesse daran hat, sich mit Sprache und Kultur auseinanderzusetzen und es außerhalb des Sets mit Deutsch zu versuchen, wobei auch da die Notwendigkeit der Alltagsanwendung sicher relativ begrenzt ist, denn am Set gibt es Vollverpflegung und auch so wird für den Hauptdarsteller sicher vieles organisiert. Und so ein Drehtag kann sehr, sehr lange sein.
Dass er Konversation in deutscher Sprache betreibt, erscheint mir doch recht anspruchsvoll, aber vielleicht definiere ich Konversation auch umfangreicher und komplexer als ihr.

Was die "Golfnuns" betrifft, so glaube ich eher, dass er einfach auf den witzigen Anblick "abgefahren" ist, als das er ganze Folgen von 'Um Himmels Willen" geschaut hat.
Dass es deutsche Sätze in 'Berlin Station' gibt und das Richard diese prima meistert, halte ich dagegen für durchaus wahrscheinlich.

Und ich freue mich auch schon sehr auf die Promo - neben Richards Aussagen ganz besonders auch auf weitere Fotos der Berliner Fotografin, die EPIX engagiert hat.
