02.02.2016, 20:46
Details
Nicht nur für den englischen Schriftsteller John le Carré ist Berlin die 'ewige Stadt der Spione'. Mühelos hat die zerstörte Reichshauptstadt nach 1945 allen anderen Agenten-Metropolen wie Wien oder Shanghai den Rang abgelaufen. Wie ein Magnet zieht die geteilte Stadt die Spione aus aller Welt an. In Berlin bieten sich ideale Arbeitsbedingungen: interessante Informationen, reichlich V-Leute und Nachrichtenhändler, konträre Staatsgewalten und offene Bars ohne Polizeistunde.
1989 beherbergt Berlin rund 45.000 Spione. Die n-tv Dokumentation begibt sich auf Spurensuche und geht der Entwicklung der Spionage in Berlin vom Ende des Zweiten Weltkrieges über den Kalten Krieg bis heute nach.
02.02.2016, 20:46
02.02.2016, 21:24
Das hört sich jedenfalls interessanter an, als der Bericht über Spätfolgen von Über-Konsum von Säften jeglicher Art oder von illegalen Medikamententests bei Kindern in Kinderheimen der 60er Jahre (Frontal, ZDF).
15.02.2016, 08:54
Das goldene Zeitalter des globalen Fernsehens
Kai-Hinrich Renner
14.02.2016 15:43 Uhr
Auf der Berlinale wird über die neue internationale TV-Landschaft diskutiert, die auch deshalb floriert, weil Staaten und Regionen versuchen, einander bei der Gewährung von Fördergeldern auszustechen. Bisher profitiert davon vor allem Hollywood. Die Europäer brauchen starke Partner, wollen sie nicht abgehängt werden.
Wenn einer wie Christopher Dodd zur Berlinale fährt dann nicht nur, um sich die neuesten Filme anzuschauen. Der ehemalige Senator aus Connecticut, der 2008 vergeblich versuchte US-Präsidentschaftskandidat der Demokraten zu werden, ist heute CEO der mächtigen Motion Picture Association of America (MPAA). Der Lobbyverband vertritt die sechs großen Hollywood-Studios Paramount, Warner Bros, Sony Pictures Entertainment, Walt Disney, Universal und 20th Century Fox. Auf der Berlinale veranstaltet die MPAA zusammen mit zwei renommierten Anwaltskanzleien zwei Podiumsdiskussionen.
An diesem Abend steht Dodd in einem für die sehr gut besuchte Veranstaltung eigentlich viel zu kleinen Raum der Kanzlei Morrison Foerster im 13. Stock des Kollhoff Towers am Potsdamer Platz. Er spricht über internationale TV-Serien, die „ein immer wichtigerer Teil des audiovisuellen Marktes“ geworden seien. Deshalb gehören sie seit dem vergangenen Jahr ebenso zur Berlinale wie klassische Kinofilme. Der 71-Jährige schwärmt vom „goldenen Zeitalter des globalen Fernsehens“.
Global heißt seit ein paar Jahren aber nicht nur, dass Hollywood-Studios in den USA TV-Serien abdrehen, die anschließend weltweit verkauft werden. Die großen Studios produzieren – neuerdings zumeist in Kinoqualität – immer lieber im Ausland mit dort ansässigen Co-Produzenten, einem internationalen Staraufgebot und unter Inanspruchnahme der örtlichen Fördermöglichkeiten. Dodd nennt als Beispiel die Kultserie „Game of Thrones“ die mit internationaler Besetzung in Nordirland, Spanien, Island, Malta und Kroatien produziert wurde. Davon hätten diese Länder sehr profitiert. „Film und Fernsehen sind eine Jobmaschine“, sagt der Ex-Senator. „Jeder hier ausgegebene Euro ist ein gut ausgegebener Euro.“
Natürlich muss der Cheflobbyist solche Sätze von sich geben. Aber auf dem Podium rennt er damit offene Türen ein. „Für jeden Euro, mit dem Film- und Fernsehproduktionen gefördert werden, fließen sechs Euro zurück“, sagt etwa Kirsten Niehuus, Chefin des Medienboards Berlin-Brandenburg, das die regionale Filmförderung in der Hauptstadt organisiert. Die von ihr genannte Kalkulation gilt als seriös, da die personal- und finanzintensiven Film- und TV-Produktionen tatsächlich viel Geld an den jeweiligen Drehorten lassen. Doch Niehuus hat noch eine Zahl in petto. Bei den Dreharbeiten zur Serie „Homeland“ in Berlin habe sich dieser Effekt sogar „verdoppelt“. Ein Euro Fördergeld habe er Wirtschaft der Hauptstadt zwölf Euro gebracht.
Einen solchen Effekt erhofft sie sich auch von der Produktion der Agenten-Serie „Berlin Station“, die gerade in der Spree-Metropole angelaufen ist. David Goldman von Paramount TV, das den Mehrteiler verantwortet, betont ebenfalls wie wichtig Fördergelder seien. Aber abgesehen davon, könne eine Serie, die in Berlin spiele und den Namen der Stadt im Titel trage auch nur in Berlin produziert werden.
Tatsächlich kommen die US-Studios nicht nur wegen der Filmförderung nach Deutschland. Anderswo, etwa in Tschechien, sind die finanziellen Konditionen weitaus günstiger als hierzulande. Es herrscht ein weltweiter Wettbewerb um große Film- und Fernsehproduktionen. Staaten und Regionen versuchen sich gegenseitig mit immer höheren Fördersummen auszustechen. Als besonders attraktiv gilt etwa das italienische Modell, das ausländischen Produzenten einen Steuernachlass von 25 Prozent gewährt. Südtirol, das zusätzlich noch mit hohen regionalen Fördergeldern lockt, wurde so zu einem beliebten Drehort.
Die Europäer wollen aber nicht nur Hollywood-Studios anlocken. Sie haben auch eine eigene Film- und Fernsehindustrie, die durch die neuen amerikanischen Serien in Kinoqualität Probleme bekommen könnte. Laut Klaus Goldhammer, Chef des Marktforschungsinstituts Goldmedia, haben Deutsche, die jünger sind als 50 Jahre, immer weniger Interesse an deutschen und europäischen Serien. Sie schauen lieber aufwändige und teure US-Produktionen wie „Breaking Bad“, „House of Cards“ oder „Narcos“.
Europäische Produzenten können nur mit potenten Partnern dagegenhalten. Im Fall der italienischen Produktionsgesellschaft Cattleya ist das Sky Italia. In deren Auftrag produzierte die Firma die Serie „Gomorrha“ nach dem gleichnamigen Bestseller von Roberto Saviano, der bereits Vorlage für einen erfolgreichen Spielfilm war. Marco Chimenz, Chef von Cattleya, schwärmt vom „Sky-Touch“, den seine Produktionen für den neuen Partner hätten.
Das hört auch der Filmchef von Sky Deutschland Marcus Ammon gerne. Er stemmt derzeit eine Produktion, die größer ist als alles, was der deutsche Sky-Ableger jemals im fiktionalen Bereich unternommen hat: Die 16-teilige Serie „Babylon Berlin“, die zu Zeiten der Weimarer Republik spielt und bei der Tom Tykwer („Lola rennt“) Regie führt, ist mit 40 Millionen Euro teurer als jedes vergleichbare Format im deutschen Fernsehen. Im April wird Drehstart sein. Um dieses Projekt zu stemmen, musste sich Sky mit der öffentlich-rechtlichen ARD zusammentun. Offenbar können die Europäer nur dann US-Serien in Kinoqualität Paroli bieten, wenn sie neue, bisher nicht für möglich gehaltene Bündnisse eingehen.
Derweil überlegt man auf der anderen Seite des Atlantiks bereits, was kommen könnte, wenn sich der Hype um internationale TV-Serien abgeschwächt hat. „Wer weiß“, orakelt Dodd, vielleicht ist das nächste große Ding Virtual Reality.“
Paramount tunes into German fund
15 February, 2016 | By Martin Blaney
Berlin Station will be the first series to benefit from the new fund.
Paramount Television’s Berlin Station is set to become the first international TV series to benefit from the recently created German Motion Picture Fund (GMPF).
This was revealed by David Goldman, Paramount’s EVP Business Affairs and Strategy at a panel on international TV series organised by MPA and media lawyers Morrison Foerster in Berin at the weekend ahead of the EFM’s second edition of its Drama Series Days which kicks off today (Monday).
The 10-part spy series by Paramount and Anonymous Content for EPIX has been shooting in Berlin since last autumn with a cast including Rhys Ifans, Richard Armitage, Richard Jenkins and Tamlyn Tomita.
“We have had a very good experience with Studio Babelsberg and the German crews have been fantastic,” Anonymous Content’s Luke Rivett added.
The $11.2m GMPF incentive scheme, which can pay out up to 20% of eligible German costs as a non-repayable grant, was launched last December by Germany’s Ministry of Economics to attract big-budget feature films and high-end TV series to shoot in Germany.
15.02.2016, 09:07
Alles dreht sich in Berlin
Posted on Samstag, 13. Februar 2016 by Online-Redakteur
Die Region Berlin-Brandenburg kann auf ein Rekordjahr zurückschauen.
An rekordhaften 4700 Tagen wurde im letzten Jahr in Berlin-Brandenburg gedreht – was zeitweise zu komplett ausgebuchten Studios und Filmcrews führte. An 2351 Drehtagen entstanden hier allein die vom Medienboard geförderten Produktionen. Neben der internationalen Erfolgsserie „Homeland“ um CIA-Agentin Carrie Mathison, die sechs Monate lang ausschließlich in der Hauptstadtregion gedreht wurde, setzten unter anderem Fatih Akin („Tschick“), Andreas Dresen („Timm Thaler“), Karoline Herfurth („SMS für dich“), Helene Hegemann („Axolotl Blockbuster“), Detlev Buck („Bibi & Tina 3“) und „Fluch der Karibik“-Regisseur Gore Verbinski („A Cure for Wellness“) ihre aktuellen Projekte in Berlin und Brandenburg um. Mindestens die gleiche Anzahl an Drehtagen kommt hinzu, wenn man nicht-geförderte Produktionen wie „Captain America“, „Bourne 5“ oder Serien wie „Berlin Station“, „War Machine“, „Charité“, „Ku’damm 56“ und „Die Stadt und die Macht“ dazu zählt.
Mehr als zehn Jahre Qualitätsförderung zahlen sich aus, wie die Bilanz des Filmjahrs 2015 zeigt. Die Marke ‚Made in Berlin-Brandenburg‘ steht für kreatives Filmschaffen auf Weltniveau, für vielfach ausgezeichnete Kinokunst und kommerziell erfolgreiches Publikumskino. Der Filmstandort gehört zu den international beliebtesten Drehorten für Filme und Serien. „Sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich boomt die Film-Hauptstadtregion. Für die Zukunft sind tragfähige Fördermodelle in Deutschland notwendig, um auch weiterhin international wettbewerbsfähig zu sein. Die Kreativität und das Know-How haben wir“, erklärte Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus anlässlich der Präsentation der Zahlen. Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller (SPD) lobte die ertragreiche Arbeit des Medienboards. Diese sei eine gute Werbung für Berlin und schaffe zugleich Arbeitsplätze. Mit insgesamt 25,6 Millionen Euro (von 30,5 Millionen Euro Gesamtfördervolumen) unterstützte die Filmförderung im letzten Jahr Filmprojekte, Kinodigitalisierung und Festivalauftritte. Die Produktionsförderung von 45 Spielfilmen und vier High-End Drama-Serien allein löste Ausgaben in mehr als sechsfacher Höhe in Berlin-Brandenburg aus, was rund 100 Millionen Euro Umsatz für die Region bedeutet. Sechs Zuschauermillionäre gingen auf das Förderkonto des Medienboards, darunter die Blockbuster „Fack ju Göhte 2“ (7.639.153), und die Alzheimer-Tragikomödie „Honig im Kopf“ (7.226.810).
Tolles Fernsehen
Die Filmförderung unterstützte innovativ erzählte Serien wie „Homeland“, „Babylon Berlin“, „The Disappearance“ von Hans-Christian Schmid oder „Verschwunden“ von Peter Nadermann. Mit „Tiger Girl“ von den „Love Steaks“-Machern kommt Serielles auch aus dem Nachwuchs-Segment. „Babylon Berlin“ von Tom Tykwer, Hendrik Handloegten und Achim von Borries wird nun als erste Produktion in der neuen Außenkulisse „Neue Berliner Straße“ von Studio Babelsberg ab kommendem Frühjahr realisiert. Der Deutsche Fernsehpreis für das TV-Event „Nackt unter Wölfen“ und zwei Auszeichnungen für das SAT 1-Eventmovie „Mordkommission Berlin 1“ krönen Medienboard-gefördertes Fernsehen 2015.
Manfred Wolf / Bilder: imago/ZUMA-Press
15.02.2016, 09:53

15.02.2016, 15:40
Studio Babelsberg, Canada Goose Celebrate SohoCOURTESY OF BABELSBERG
FEBRUARY 14, 2016 | 03:16PM PT
Variety Staff
On Friday, Studio Babelsberg and Canada Goose held a party at Soho House in Berlin, with Variety as the media partner. Studio Babelsberg chiefs Charlie Woebcken and Christoph Fisser welcomed a host of stars to the party. The VIP guests included actor-director Tim Robbins, director Tom Tykwer, and actors Daniel Brühl and Elyas M’Barek.
Other important guests included Monika Grütters, Germany’s minister of culture and media, producers Grant Hill, Steve Richards and Peter McPartlin, actresses Michelle Forbes, Sibel Kekilli, Nora von Waldstätten, Mamie Gummer, Nina Hoss and Heike Makatsch, actors Richard Jenkins, Nikolai Kinski, Sebastian Koch, Mark Waschke, Burghart Klaußner and Tom Schilling, model Toni Garrn and director Christian Alvart.
Christoph Fisser, COO of Studio Babelsberg, said: “The Berlinale is one of the most important film festivals worldwide, and our Studio Babelsberg night is considered to be one of the best events to meet international movers and shakers, renowned filmmakers and promising talents.”

15.02.2016, 18:23
Arianna hat geschrieben:Was bezahlt er "Variety", um nicht im Artikel genannt zu werden?
Wer weiß, ob derzeit nicht sogar eine Berlinale-bedingte Drehpause ist.
15.02.2016, 18:33
: ist das Richard in der Bildmitte unter dem mittleren Kronleuchter neben der blonden Dame?
15.02.2016, 18:59
15.02.2016, 19:43
15.02.2016, 19:48
Nimue hat geschrieben:Hatten wir den Artikel der Süddeutschen schon: Einer zieht blank?
http://www.sueddeutsche.de/news/kultur/ ... -99-717064
15.02.2016, 22:14
15.02.2016, 22:29
15.02.2016, 22:49
Ist wortwörtlich untergetaucht. 15.02.2016, 22:59
Nimue hat geschrieben:Hatten wir den Artikel der Süddeutschen schon: Einer zieht blank?
http://www.sueddeutsche.de/news/kultur/ ... -99-717064
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