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BeitragVerfasst: 15.03.2010, 19:52 
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Ein Video (sehr, sehr kurz!) von der Applausordnung am Freitag, 12. März im Theater:


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Verfasst: 15.03.2010, 19:52 


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BeitragVerfasst: 18.03.2010, 22:00 
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Und eine Review von "Curtain up" (Nr. 24!):

http://www.curtainup.com/privateliveslon10.html

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BeitragVerfasst: 05.04.2010, 23:05 
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Ich poste hier meine Eindrücke und eine Review/Kritik, tue dies jedoch in Spoilertags, um die Sache für die, die das Stück noch nicht gesehen haben, es aber noch vorhaben, nicht zu verderben. Hier nun der erste Teil bis Ende des ersten Aktes.

Review „Private Lives“, wie gesehen im Vaudeville-Theater in London am 2. und 3. April 2010

Allgemeines und Akt eins

Spoiler: anzeigen
Sir Noel Coward hat zwischen 1917 und 1965 viele, viele Stücke geschrieben, kein britisches Theater, das nicht irgendwann im Laufe der einen oder anderen Spielsaison ein Coward-Stück im Repertoire hätte. Seine Stücke sind ungeheuer populär, ohne jedoch trivial zu sein (was man der Sache übrigens auf den ersten, schnellen Blick gerne bescheinigen würde – aber eben falsch gedacht!).

Selbst in Deutschland werden ab und zu Stücke von ihm gespielt, hier vor allem „Fröhliche Geister“ (auch „Geisterkomödie“ genannt, engl. „Blithe Spirit“) und „Sünden der Jugend“ (engl. „The Marquise“) sowie „Gefallene Engel“ („Fallen Angels“).

Coward war darüberhinaus ein genialer Songschreiber und selbst auch Schauspieler, er stand bereits von Kindesbeinen an auf der Bühne. Deswegen wundert es auch nicht, dass er höchstpersönlich die männliche Hauptrolle in diesem Stück gespielt hat, ein Umstand, der dem Ganzen etwas Kulthaftes verleiht.

Deswegen sind die Theaterkritiker auch stets etwas verhalten, wenn es an die Darstellung des Elyot geht. Noel Coward selbst hat die Messlatte da recht hoch gelegt. Wer sich mit ihm vergleichen will (oder eben auch verglichen werden soll), muss erstens ein begnadeter Darsteller sein und zweitens das Wohlwollen eingefleischter NC Fans (und das sind in UK nicht gerade wenige) haben.

Als Amanda haben es die Schauspielerinnen ein kleines bisschen einfacher, obwohl Cowards beste Freundin Gertrude Lawrence vorgegeben hat und NC das Stück bzw. diese Frauenrolle ihr mehr oder weniger auf den Leib geschrieben hat, so blieb doch Miss Lawrence hinter ihrem Freund NC immer ein ganz klein wenig zurück. Ihr Gesang riss beispielsweise nicht unbedingt zu Begeisterungsstürmen hin.

Nun gut – von der Urbesetzung damals jetzt rasch zum aktuellen Geschehen:

Das Theater selbst ist ein alter Kasten, aber in seiner ganzen Marodität irgendwie noch zauberhaft. Ein Betrieb in Deutschland wäre sicher undenkbar, denn das Auditorium, sowie die Ränge I und II haben jeweils nur ein Nadelöhr als Ausgang. Das mag beim Betreten des Theaters noch halbwegs angehen, beim Verlassen zeigt sich dann die Misere schon deutlich und wenn ein Notfall eintreten würde, wäre man ziemlich arm dran (es gibt Notausgänge an den Seiten, immerhin, die jedoch sind in einem derart erbarmungswürdigen Zustand – womöglich jahrelang ungenutzt – dass man es lieber nicht drauf ankommen lassen möchte).
Über die Toiletten lasse ich mich besser nicht aus!
Dennoch hat der Kasten innen und von der Frontansicht her durchaus Charme, keine Frage.
Ähnlich marode sieht es an und um die Stagedoor und den Backstage-Bereich aus. Ich persönlich denke, es zieht sich dann auch durch die Garderoben- und Funktionsräume noch weiter, ohne dies jedoch wirklich beurteilen zu können, da ich dort nicht hinein konnte.

Das Stück in seiner heutigen Inszenierung verlangt natürlich nach Technik, die es in so einem alten Theater einfach nicht gibt. Also wird extern aufgerüstet. Die Beleuchtung/Projektion, der Ton/Sound und der komplette Set kommen von außerhalb. Das Einzige, was wirklich dem Vaudeville gehört, sind die Bühnenbretter und der Sicherheitsvorhang/große Bühnenvorhang.
Die Installationen der modernen Scheinwerfer haben sogar fast das Bild des ehrwürdigen Hauses ein wenig gestört – nun ja.

Die Bühne selbst ist groß (nicht ganz ersichtlich im 1. Akt), was aber durchaus als normal gelten kann.
Es kommt in diesem Theater sehr drauf an wo man sitzt. Parkett (Stalls) sind durchweg so gut wie alles gute Plätze. Im Rang I (Dress Circle) sind die ersten beiden Reihen auf alle Fälle noch empfehlenswert. Rang II (Upper Circle) lohnt kaum eine Geldausgabe, es sei denn man möchte alles lediglich als Hörspiel dargeboten bekommen.

Mich störte die französische Chanson-Musik vor Beginn des Stückes leider sehr, ich fand das einfach too much und sie war auf alle Fälle auch zu laut eingespielt. Als direkte Stückeinleitung (das musikalische Thema quasi) einen Song anzuspielen ist okay, aber mehr als zehn Minuten vorher das Publikum schon damit zu berieseln, gefiel mir halt nicht.

Der Gazevorhang mit der Projektion zum ersten Akt (Rollo-Thema in den Farben des Meeres) war soweit gut.
Der Balkon – uffz, ich habe damit ein Problem, denn eigentlich ist er für einen Hotelbalkon viel zu niedrig (und abgesehen davon wirkte er auch definitiv zu instabil, aber nun gut), darf jedoch kaum höher sein, damit das Publikum was sieht und man sich auch halbwegs bequem draufsetzen kann. Also, da drücke ich mal ein kritisches Auge zu.

Leider, leider haben Regie und Bühnenbild da ein wenig versäumt, die Größe der Bühne in der Tiefe mehr auszuschöpfen, nur einen Meter mehr und die Darsteller hätten weit weniger Mühe gehabt sich auf den Balkonen zu bewegen. Ich fand es reichlich knapp bemessen, schade. Der Platz wäre dagewesen, definitiv.
Die Rollos sahen nicht so ganz wie in einer Luxusherberge im (damals) mondänen Badeort Deauville aus, sehr wind- und wettergegerbt und daher ein ganz klein wenig schäbig. Man hätte in einem echten Hotel dieser Klasse den Jalousien gewiss vor der Saison einen neuen Anstrich verpasst.

Ansonsten deutete bereits alles auf eine „runde“ Inszenierung (und dies nicht im Sinne von gefällig oder schlüssig, sondern durchaus im geometrischen Sinne gemeint) hin, die Balkonbrüstung beschrieb einen Halbkreis, die Tische waren rund und nicht eckig, die Stühle hatten runde Sitzflächen, die Tabletts mit den Cocktails (später in Akt 1) waren ebenso rund und nicht eckig.

Den ersten Auftritt hat Sybil Chase auf der (vom Zuschauer aus gesehen) rechten Balkonseite. Mein erster Eindruck (ich habe das Stück insgesamt dreimal gesehen!) hat mich nicht getäuscht, sie ist zwar vom Äußeren her sicher gut getroffen, aber ihr Spiel war für meinen Geschmack einen Tick zu künstlich. Sie hat ihre Sache nicht schlecht gemacht, das nun nicht, aber speziell bei ihr hatte ich ständig das Gefühl, dass bei ihr alles recht aufgesetzt wirkte.
Dann Elyot. Tja, was soll ich sagen – die Statur allein bewirkt eine riesige Präsenz, natürlich. Aber – mir gefiel (und das liegt nicht an MM, eher an der Regie) nicht, dass vor allem Elyot sehr unziemliche, laszive Bewegungen gemacht hat, das wäre auf einem Hotelbalkon im Jahr 1930 ganz sicher ein Ding der Unmöglichkeit gewesen.

Highlights des ersten Auftritts von Sybil und Elyot:
E. (knochentrocken): „Yes, things have come to a pretty pass.“ Alles lacht.
E. (ebenso trocken): „I never got underneath.“ (Er redet von seiner Schwiegermutter, die laut Sybil „… a darling, underneath“ ist). Lacher, klar.
Und dann kommt das, was ihm einige in ihren Kritiken angekreidet haben und was ich nun selbst endlich beurteilen kann, nämlich sein Gegendrücken gegen NCs Text: „… She had the nastiest looking – hair brush I have ever seen.“
Leider finde ich, dass er die Stelle versemmelt, schade. Zumindest die dreimal, die ich es gesehen habe.

Dann also die Gegenseite auf dem linken Balkon: Sie kann es sich zwar leisten, dennoch fand ich den erste Auftritt von Amanda nur in ein Badetuch gewickelt etwas zu dick aufgetragen. Von mir aus hätte sie gleich in den Morgenrock schlüpfen können. Ob das nun war, um zu zeigen, dass KC das mit ihren 53 Jahren noch locker tun kann – keine Ahnung.
Ansonsten fand ich die Konversation zwischen Amanda und Victor sehr gelungen.

Nun steuerte man direkt auf das Highlight des ersten Aktes zu, nämlich das Zusammentreffen der Ex-Eheleute. Elyot auf dem Balkon, er hat die Cocktails rausgebracht, nun nicht länger mehr im grauen Anzug (sein Hochzeits-Outfit, aus dem er noch Konfetti herausbeförderte), sondern im sehr gut sitzenden Smoking und rauchend. Die Musik spielt „Some day I’ll find you“ und dann nimmt die Sache ihren Lauf. Er summt, pfeift und singt eine Zeile (ein klein wenig falsch, dies aber wohl mit Absicht) mit, Amanda auf ihrer Balkonseite fällt aus allen Wolken.
Nett gemacht, auch wenn die Szene selbst natürlich wenig Raum für Experimente bietet.

Schön von MM als Elyot: „I feel very odd.“ (zu Sybil, als erste Reaktion auf sein Aufeinandertreffen mit Amanda) und etwas später, im Verlauf der Diskussion mit Sybil: „Don’t quibble, Sybil.“
Das alles bis dahin ist okay, MM zieht einige seiner Schubladen auf und liefert Eyebrow-Sex, kurzes Schniefen, Lippenbeißen und irrsinnig viele wilde Gesten mit den Händen.
Er ist ein strenger Elyot, kaum weich und sanft, er kommt stets sehr dominant herüber, zwar schreit er nicht direkt im Verlauf des ersten Aktes (zumindest nicht das, was ich Schreien nennen würde), aber alles kommt sehr hart rüber. Und da treffen wir die Kritiker wieder, die ihm NCs Sanftheit und Charme ein wenig absprechen, allein schon durch das Äußere MMs natürlich. Er wirkt sehr kantig im Gegensatz zum Urheber des Stückes.

Und der Vergleich muss weitergehen, denn nun kommt wieder ein Stück Text, wo MM sich gegen den Rhythmus des Stückes lehnt: „The Duke of Westminster‘s I expect. It always is.“
Auch seine Sarkasmen gegen Victor „Dumpy, and fair, and very considerate, with glasses. Dear Victor“ wirken fast übertrieben.
So wie das ganze Stück für mein Dafürhalten beinahe schon overpaced ist. Natürlich muss es temporeich sein, sonst wirkt das Meiste davon nicht, aber es hätte meiner Meinung nach nicht geschadet das Tempo ein Fitzelchen zu drosseln. Nicht weil der Zuschauer nichts mitkommt, das nicht, aber es bekommt hier in diesem Fall (nicht nur bei MM, bei allen) einen leicht hyperaktiven, hysterischen Touch.
In sich ist die Sache jedoch recht geschlossen, da sich eigentlich alle an dieses „Konzept“ halten.

MMs Elyot ist ein egoistischer Mistkerl, den die Gefühle anderer so gut wie gar nicht interessieren. Sein Glück stellt er deutlich vor alles andere und dies zu erreichen ist ihm jedes Mittel recht.
Natürlich hat NC dies so geschrieben, keine Frage, aber die Interpretationen können unterschiedlich ausfallen.
NC hat das Weglaufen mit Amanda eher aus einer Art Unsicherheit, mehr als rasche spontane Aktion dargestellt.
AR hat es wohl noch einen Tick romantischer hinbekommen, mehr wie aus einer Passion heraus getrieben.
MM nun packt auch Amanda beim Küssen schon sehr hart an und fordert, fordert, fordert.
Da kommt zum ersten Mal der Gedanke an „The Way we live now“ und Sir Felix Carbury auf. Das ist der gleiche Typ Mann.

Dann Pause vor dem zweiten Akt. Die Bühnentechniker müssen den Balkon schnell abschrauben, damit der eigentliche schwere Hausvorhang abgesenkt werden kann.
Den Rest des Umbaus bekommt man dann aufgrund des Vorhangs nicht mehr mit.


Zweiter und dritter Teil folgen dann wohl morgen!

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BeitragVerfasst: 06.04.2010, 00:39 
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Gut, hier folgt also mein Eindruck vom zweiten Akt:

Review „Private Lives“, wie gesehen im Vaudeville-Theater in London am 2. und 3. April 2010

Akt zwei

Spoiler: anzeigen
Nach etwa zwei Dritteln der Pausenzeit hebt sich der schwere Bühnenvorhang wieder und die Projektion für den zweiten Akt auf dem Gazevorhang (Stadtansicht von Paris mit vielen schäbigen Hinterhöfen, dem Invalidendom und sehr in der Ferne Sacré Coeur) wird sichtbar.

Ähm, wenn Amandas Wohnung in der teuren Avenue Montaigne den Ausblick auf DIESE Hinterhöfe hat… dann fresse ich einen Besen! Wohl kaum. Leider ein bisschen zu unbedacht von der Produktion schade.
Denn was dann kommt, passt zu den armseligen Hinterhöfen nun gar nicht: Die Paris-Projektion schwenkt noch kurz auf Nacht und Mondschein um, dann hebt sich die Gaze und zum Vorschein kommt ein runder Raum, runde bzw. halbrunde Sofas und Betten, daran angepasste Tischchen, ein ganz unglaubliches, dreiteiliges rundes Goldfisch-Aquarium und Lampen, die das „runde“ Thema erneut aufgreifen.

Viele runde (und ein paar eckige, immerhin) Kissen, ein Wandregal mit einem runden Grundrahmen, ein „Bullaugen“-Fenster links oben plus ein Flügel (der eben aufgrund seiner Art nicht rund sein kann) rechts an der Wand vervollständigen das Bild.
Okay, die auf die gold-türkis schimmernden Wände gemalten blau-grünen Enten gefallen mir nicht! Ansonsten finde ich den Raum recht gelungen, auch wenn ich mir nur schwer vorstellen kann, dass sich jemand (selbst in den Zwanzigern/Dreißigern in Paris) tatsächlich so einrichten würde.

Insgesamt war der zweite Akt besser in der Präsentation der Dialoge, abgesehen von MMs schrecklichem „The Pooszta! I always felt the Pooszta was far too big…“ meine Güte, das war leider nix, mein Lieber! Weit übers Ziel hinausgeschossen.

Hier nun kam es sehr viel auf das korrekte Timing und genaues Spiel an. Davon hängt im zweiten Akt unglaublich viel ab.
Schöne Sachen: Das Teil zum Drehen der Jalousie im Bullaugen-Fenster und wie sich Elyot davon „bedroht“ fühlt sowie die Szene, wo sie beide die zwei Minuten Auszeit („Sollocks“) nehmen und rauchend auf die Uhr im Regal starren.

Der Tanz zwischen beiden – nett gemacht, aber ich fand ihn zu blasiert, zu affektiert.
Amandas provokanter Solotanz war um Klassen besser, super gemacht!
MM als Elyot ging fast zu lapidar über die sexuelle Zurückweisung (A.: „It’s so soon after dinner“) hinweg. Als Mann darf man darüber durchaus noch etwas gekränkter sein. Sein Zorn kam einfach zu spät.

Interessant anzusehen, wie er ihr einmal galant die Zigarette anzündet und sie ihr reicht und beim nächsten Mal (da war der erste Streit dann schon da, siehe ein Absatz zuvor – sexuelle Zurückweisung) ihr die Zigarette einfach hinwirft und die Streichhölzer hinterher („Wait a minute, can’t you?“)

Dann die Pianoszene – ah! Man sieht es ihm für keine Sekunde an, dass er das Teil nicht selbst spielt, ganz elegant gelöst, großes Kompliment.
Der Song, das Duett: Jaaa, das geht runter wie Öl, wunderbar!
Der Gesang ist tausendmal besser als bei der armen GL und NC und auch um einiges besser als bei AR und LD. Beide singen nahezu hervorragend, ich war auf das Positivste überrascht und mir standen echt bei dem Lied die Tränen in den Augen.

Und dann das jähe Erwachen, wenn Elyot nun endlich Oberwasser hat und Amanda willig unter ihm auf dem Bett liegt – das Telefon schrillt!
MMs Französisch ist sehr gut, très bien, pratiquement formidable.

Und dann wieder etwas total frappierend an Sir Felix Carbury Erinnerndes:
„All the futile moralists who try to make life unbearable. Laugh at them. Be flippant. Laugh at everything, at all their sacred shibboleths. Flippancy brings out the acid in their damned sweetness and light.“
Einfach absolut deckungsgleich sind Elyot und Felix da.

Danach kommt das Unheil ja recht schnell – er trinkt, sie mokiert sich darüber, sie schmeißt das Grammophon an, ihn stört es, ein Wort gibt das andere, kein „Sollocks“ hilft mehr, sie zertrümmert die Schallplatte auf seinem Kopf und er ohrfeigt sie.
Das endet in einem fulminanten Kampf der beiden, den ich so wirklich noch nicht gesehen habe (ich habe schon Blumenvasen kaputt gehen sehen, auch Stehlampen, Vorhänge wurden ebenfalls schon mitgerissen), aber so wie die beiden ist es wirklich fulminant und absolut unschlagbar! Ganz, ganz große Klasse! Selbst beim dritten Mal Ansehen war ich noch immer hin und weg und konnte nicht genug davon bekommen. Spitzenmäßig, wirklich.
Er schlägt sie übrigens zuerst mit dem Handrücken, sie ihn später dann mit der Handfläche. Außerdem haut er ihr dreimal auf den Hintern, abgesehen von all den anderen erbosten Kämpfen dazwischen, die ja nun DAS Highlight der Show schlechthin sind.
Sogar das Aquarium wird in Mitleidenschaft gezogen (wie, verrate ich nicht) und das Eis aus dem Champagnerkübel landet in Amandas Genick.

Als beide schließlich schon halb erschöpft zu einer natürlich nicht spielerischen, sondern sehr ernsthaften Kissenschlacht übergehen, stehen Victor und Sybil schließlich in der Tür. Elyot und Amanda springen schreiend davon, jeder in ein anderes Zimmer und ihre jeweiligen Noch-Ehepartner sinken völlig konsterniert auf das Sofa, nachdem Sybil mühevoll einen herumspringenden Goldfisch zurück ins Aquarium transportiert und Victor das Leck in selbigem mit einer Kerze zugestopft hat.
Blackout für kurze Umrüstung auf den dritten Akt, keine weitere Pause mehr.

Ich gebe hierzu einen YT-Link von jemandem, der einen Teil der Kampszene mitgefilmt hat (da bin ich mir noch nicht sicher, ob ich diese Person loben oder verurteilen soll! :nobrain: ). Bitte nur ansehen, wenn man unbedingt gespoilert werden möchte oder eben das Stück schon kennt: https://www.youtube.com/user/DavidVarkon ... b1Odf0lfp4

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BeitragVerfasst: 06.04.2010, 11:37 
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Damit komme ich zum Ende des Berichtes über das Stück direkt (alles weitere folgt in Kürze in "Zwischen Bath und London 2010"). Und ich darf nun auch mit großer Freude verkünden, dass das gesamte Stück mit dem kompletten Cast (soweit man das derzeit sagen kann, zumindest mit KC, MM und wohl auch SPD) Anfang 2011 an den Broadway gehen wird! :hurra:

Review „Private Lives“, wie gesehen im Vaudeville-Theater in London am 2. und 3. April 2010

Akt drei

Spoiler: anzeigen
Der Gazevorhang gaukelt uns vor, dass es in Paris nun tagt und somit kommen auch die hässlichen Hinterhöfe wieder deutlicher zum Vorschein.
Die Tür zu Amandas Pariser Wohnung wird von außen geöffnet, es ist Louise, das französische Dienstmädchen.
Sie fällt sogleich über irgendetwas, das am Boden liegt und flucht ordentlich auf Französisch.

Dann findet sie die Leier für das Rollo im Bullauge und leiert dieses auf, so dass nun das Morgenlicht in die Wohnung fällt und der Zuschauer endlich die Szenerie zu sehen bekommt. Sybil liegt mit Schlafmaske versehen links auf einem Sofa vor der Tür, hinter der sich Elyot verschanzt hat und Victor schnarchend auf der anderen Seite auf einem Sofa vor der Tür von Amandas Zimmer.

Das Ausmaß des Streites wird im Hellen voll ersichtlich und Louise ist sehr erstaunt. Sie weckt also Sybil auf und die Unterhaltung der beiden weckt nun auch Victor, der sich seinen Kopf am Flügel anstößt beim Aufstehen.

Victor hat auf alle Fälle in Akt drei die witzigeren Szenen, erst das mit dem Aufwachen, dann als er zur großen Erheiterung des Publikums aufsteht und in Strumpfhaltern und Liebestötern dasteht, bis zur Flügelabdeckung als Hosenpresse (der Mann ist halt ein spießiger Perfektionist) oder später die „Victor, Sugar for Sybil – Sybil, Sugar for Victor“ Szene, die Lacher sind sehr oft auf seiner Seite.

MM als Elyot kommt nach seinem Erscheinen hier etwas gemäßigter rüber, es wird klar, dass sein Zorn abgekühlt hat und er bei Tageslicht die Dinge schon wieder etwas nüchterner betrachtet – jedoch ist er von so Gefühlen wie Reue oder Bedauern weiterhin recht weit entfernt.

Auch er fordert noch einmal zu Lachsalven heraus, wenn er sich beleidigt sein Brioche schmiert („I would. And some butter and some jam!“) und das weiche Brötchen fast komplett in den Mund schiebt. Mit dicker Backe und mühsam kauend stolziert er herum und versucht dabei einen Satz zur Unterhaltung beizusteuern, den man natürlich kaum versteht, weil mit vollstem Mund gesprochen: „I once had an aunt who went to Tasmania.“ Danach kommt noch sein provokantes „and making strange noises afterwards – pfff, pfff, pfff“, was bei Amanda bewirkt, dass sie sich an ihrem Brioche verschluckt und die Brocken hustend ins Publikum spuckt.

Das Stück geht offen aus, es ist der Fantasie und der Interpretation des Zuschauers überlassen, wie alles weitergehen wird.
Victor und Sybil fangen an sich zu streiten, bis hin zu Handgreiflichkeiten, während Elyot und Amanda vorerst einträchtig miteinander das Weite suchen.

So ist eigentlich das Stück insgesamt aufgebaut, es eine ständige Ambivalenz, es gibt keine endgültigen oder definitiven, für lange Zeit gültigen Entscheidungen. Dies wird vor allem in Akt eins und drei deutlich, sobald nämlich alle vier Personen aufeinandertreffen. Akt zwei steht da ein wenig heraus, da er ja ( bis auf ca. 30 Sekunden zum Schluss) nur von Amanda und Elyot getragen und geprägt wird.

Eigentlich ist „Private Lives“ ein Spiegel der Zeit rund um die Entstehung des Stückes, aber es funktioniert problemlos heute (noch oder wieder?), da wir in ähnlich dekadenten (wenn auch in anderer Form) Zeiten leben wie damals. Natürlich entsprechen einige Aussagen nicht der pc (E.: „Certain women should be struck regularly, like gongs“), was aber den Unterhaltungswert auch in der heutigen Zeit nicht schmälert.

Generell ist diese Inszenierung von Sir Richard Eyre schon ein Knaller, keine Frage. Der Cast ist brilliant, und es macht alle sehr liebenswert, dass selbst von den großen Namen da auf der Bühne nicht alles perfekt abgeliefert wird.
MM gibt einen wirklich außergewöhnlichen Elyot, auch wenn ihm anzumerken ist, dass es persönlich ein ihm sehr entgegengesetzter Typ ist. Er lebt von den sexy Szenen, ganz klar, und er lebt auch von der Unterstützung, die ihm seine Kostüme geben (Smoking, Pyjama mit offener Brust). Auch wenn dramaturgisch gesehen natürlich der große Streit und Kampf in Akt zwei der Höhepunkt des Stückes ist, keine Frage, so sind es bei MM eher die etwas leiseren Szenen, bei denen er noch besser aufgehoben ist. Da kommt dann sein erstklassiges Spiel wundervoll durch und man schmilzt in der Tat wortwörtlich dahin.

KC ist absolut atemberaubend als Amanda, ein Bündel an Temperament und Vitalität, mir gefällt sie besser als LD (und auch als GL, aber das sagte ich ja schon). Man hätte hier wirklich kaum besser casten können.
SPD als Victor ist die perfekte Ergänzung, er brilliert als zugeknöpfter, steifer und spießiger Typ.
LD in der Rolle der Sybil gibt genau das, was man von der Rolle erwartet, setzt aber wenig Highlights bis auf die letzten 10 Sekunden mit Victor am Schluss. Sie bleibt genauso unscheinbar und wenig präsent wie es ihre Rolle eben erfordert.

Schade fand ich, dass man die Frisuren der beiden Frauen sehr aneinander angeglichen hat, es wäre schöner gewesen, sie hätten sich etwas stärker voneinander unterschieden, aber das ist nur meine Meinung, denn es kann durchaus sein, dass dies eine von der Regie beabsichtigte Sache war.

Das Stück hat sich den Weg zum Broadway absolut verdient und ich denke, es wird dort Anfang 2011 sehr, sehr große Furore machen. Mir gefällt es in weiten Teilen (und das nun mal ganz von MM abgesehen) besser als die letzte Inszenierung dort mit AR und LD. Vielleicht macht man dort noch ein paar kleinere Fehler (z.B. Paris-Bild!) wett, dann dürfte es von einem perfekten Stück nicht mehr weit entfernt sein.

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BeitragVerfasst: 07.04.2010, 20:48 
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Danke dir Doris. Schön, dass du uns daran teilhaben lässt! :Danke:

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"Deine blauen Augen machen mich so sentimental,
wenn du mich so anschaust, wird mir alles andere egal,
deine blauen Augen sind phänomenal,
was ich dann so fühle, ist nicht mehr normal!"
von: Ideal


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BeitragVerfasst: 08.04.2010, 19:51 
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Arco von Darcylicious hat eine schöne Seite des Theaters mit tollen Backstage-Infos (u.a. Garderoben-Räume) gefunden:

http://www.madzdesign.org.uk/vaudevilletheatre/backstage.html

Für mich ist das sehr interessant, vor allem die Tatsache, dass ich hier in einer der großen Hallen, die ich für Theateraufführungen nutze, das gleiche Lichttechnik-System habe (Marke "Strand", gute Qualität). Toller Einblick, echt.

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BeitragVerfasst: 13.04.2010, 10:44 
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Mill overseer & MM ambassador
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Ist doch schön, dass man auch im deutschsprachigen Raum Notiz von "Private Lives" nimmt (wenn auch auf einer etwas trivialen Internetseite... :roll: ):

http://www.klatsch-tratsch.de/2010/04/12/kim-cattrall-leidenschaftliche-szenen-und-schmerzhafte-beulen/50147

Danke an FYE, Darcylicious, fürs Finden!

Eine Sache ist hier leider falsch in dem Artikel, es muss heißen "Ich mache acht Shows in der Woche" nicht "am Tag"! :gaah:

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BeitragVerfasst: 26.04.2010, 13:40 
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Paul's love therapist

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Doris, soweit ich informiert bin, ist das mit Broadway noch nicht ganz sicher....das hat zumindest MM an der stage door zu mir gesagt, und Luce (von DL) steht in Kontakt mit dem frz. Hausmädchen von PL . Auch sie sagt , es ist noch nicht sicher.

Aber ich hoffe es sehr, v.a. für alle jenseits des Atlantik, für die es zu weit war.

Nein, RA haben wir nícht gesehen, dafür war der Regisseur (Richard Eyre) wieder mit uns im Publikum, wie in Bath. :daumen:

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BeitragVerfasst: 18.06.2010, 08:03 
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Paul's love therapist

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Kim hat jetzt bestätigt , daß sie mit PL ab Herbst 2011 am Broadway sein wird. Sie hofft, daß MM auch dabei sein kann.
Zitat:
She confirmed to me that in the autumn of next year she will star in Private Lives on Broadway.
Richard Eyre directed her in the Noel Coward play in Bath and the Vaudeville in the West End.
Her hilarious turn as Amanda Prynne was acclaimed by critics, and she's hoping Matthew MacFadyen, who played Elyot, will be able to join her for the New York run.

von hier.

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BeitragVerfasst: 18.06.2010, 09:21 
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Captain Ians Rekrut

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Zitat:
Kim hofft, daß MM auch dabei sein kann


...das hoffe ich auch!
Dann wird dies wohl meine erste New York-Reise werden... :grins:


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BeitragVerfasst: 18.06.2010, 21:28 
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Lady Macduff
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Beiträge: 1523
Wohnort: Southeast of Darrowby
... wollt´ schon immer mal nach New York. :mrgreen:


Super das es jetzt diese News gibt, hoffen wir mal für die Amerikaner das MM auch dabei ist. Auf der anderen Seite, ich denk da besonders an seine Familie, wär es ja nicht so toll. :sigh2:

Pro und Contra :nix:

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Danke für die Signatur!


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BeitragVerfasst: 18.06.2010, 21:38 
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Prized Sparkhouse sheep
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@ Marina

Danke für die Neuigkeiten, Marina! MM am Broadway. Das wäre ja Klasse...
Aber ehrlich, mir wärs lieber, er wäre nicht so lange drüben! Da gibts doch diese ganzen :irre: Ami-Fans!!! Himmel, das hat er nicht verdient!

@ Chrissi

Na wenn das Mal nicht endlich ein Grund wäre rüber zudüsen! Aber dann bitte ganz viele Fotos und Berichte!
Irgendwie geht mir jetzt das Lied "...New York, New York..." nicht mehr aus dem Kopf. :roll: :giggle: :pfeif:

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"Deine blauen Augen machen mich so sentimental,
wenn du mich so anschaust, wird mir alles andere egal,
deine blauen Augen sind phänomenal,
was ich dann so fühle, ist nicht mehr normal!"
von: Ideal


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Paul's love therapist

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Wohnort: Baden-Württemberg
Ramona hat geschrieben:
@ Marina

Danke für die Neuigkeiten, Marina! MM am Broadway. Das wäre ja Klasse...
Aber ehrlich, mir wärs lieber, er wäre nicht so lange drüben! Da gibts doch diese ganzen :irre: Ami-Fans!!! Himmel, das hat er nicht verdient!


ich weiß , was Du meinst. Er bevorzugt definitiv die eher zurückhaltenden Fans.

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BeitragVerfasst: 18.06.2010, 22:10 
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marina hat geschrieben:
Ramona hat geschrieben:
@ Marina

Danke für die Neuigkeiten, Marina! MM am Broadway. Das wäre ja Klasse...
Aber ehrlich, mir wärs lieber, er wäre nicht so lange drüben! Da gibts doch diese ganzen :irre: Ami-Fans!!! Himmel, das hat er nicht verdient!


ich weiß , was Du meinst. Er bevorzugt definitiv die eher zurückhaltenden Fans.


Genau das wollte ich damit sagen. :daumen:
Aber andererseits, würde sein Erfolg da drüben sicher weitere hoffnungsvolle Projekte nach sich ziehen. Da hätten wir ja auch etwas davon. :heartthrow:
Gern gebe ich ihn jedenfalls nicht her. :beleidigt:

Pro und Contra :nix: (@ Cosette: hab ich mir mal ausgeborgt. Dankeschön!)

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"Deine blauen Augen machen mich so sentimental,
wenn du mich so anschaust, wird mir alles andere egal,
deine blauen Augen sind phänomenal,
was ich dann so fühle, ist nicht mehr normal!"
von: Ideal


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