So, ich leiste mal ein bisschen vorbereitende Arbeit, ihr kennt mich, ich schreibe selten ins Blaue hinein (also, die Idee kam zwar sehr spontan, aber ich musste dann doch erst einmal historische Fakten und Hintergründe zusammentragen), und möchte daher einiges erläutern, bevor es mit Kapitel Eins dann losgeht.
Die Angaben zum Film "The Reckoning" sind recht vage, klar ist nur, dass die Handlung im 14. Jahrhundert spielt und MM (in seiner Rolle) da in Diensten von König Richard steht. Da es im 14. Jahrhundert nur einen König Richard gab, habe ich alles logischerweise um die Regentschaft von Richard II angesiedelt. Alle historischen Persönlichkeiten haben also tatsächlich gelebt, auch der Kanzler und Schatzmeister des Königs, John Fordham.
Zu witzigen Parallelen zwischen dem Film "The Reckoning", der Realität und einem anderen Film werde ich später beim entsprechenden Kapitel noch etwas sagen.
MMs Charakter hat im Film keinen Namen, er trägt dort lediglich den offiziellen Titel eines "Richters der Krone". Daher musste ich für ihn einen sozialen Hintergrund und natürlich einen Namen erfinden. Gleiches gilt für alle anderen fiktiven Personen. Charaktere, die im Film vorkommen, tragen selbstverständlich weiterhin den Rollennamen (z.B. de Guise, oder Thomas Wells).
Diese Zeit des Mittelalters (hier ca. 1390) ist mir mit am besten vertraut, auch haben die historischen Gestalten meiner Geschichte teilweise auf die realen Ereignisse Einfluss genommen, die mich jeden Sommer ins Jahr 1431 zurückversetzen!
Titel der Story wird sein "The King's Justice" (also die offizielle Bezeichnung des MM-Charakters im Film!).
Das erste Kapitel! Ich bin schon gespannt, wie es angenommen wird. Hatte nun lange keine FF mehr über MM, derzeit hänge ich ja noch mit Becci gemeinsam an "Richtet nicht... Ricky Deeming".
Personen in diesem Kapitel:
Edmund of Chiswell (= MM) - junger Rechtsgelehrter, später "Richter der Krone"
König Richard II - selbstredend
John Fordham - Ratgeber und Schatzmeister des Königs
Daniel Straaten - Gehilfe von Chiswell
Ort und Zeit: Palast von Westminster (Sitz der englischen Könige zu der Zeit) und London, in der Nähe der Themse, ca. 1390
THE KING'S JUSTICE
1. Der König
Edmund of Chiswell saß mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Pferd ab. Er warf rasch einem Burschen die Zügel zu und versuchte, mit so viel Würde und so aufrecht wie möglich, die Stufen zum Palast von Westminster hinauf zu gehen.
Er zeigte einer Wache ein Schriftstück vor und diese geleitete ihn etliche Korridore entlang und Treppen hinauf bis zu einem weiteren Wachposten. Mit diesem dann ein ähnliches Prozedere. Edmund war sowieso schon völlig erschöpft, er hasste das Reiten, aber für einen Mann wie ihn war es so gut wie die einzige Reisemöglichkeit. Eine eigene Kutsche konnte er sich nicht leisten, obwohl er edler Herkunft war. Das Erbe, das ihm Vater und Großvater hinterlassen hatten, bestand nur aus Landstücken, die nicht bewirtschaftbar waren, von brackigem Wasser und tückischen Mooren durchzogen. Der Hafen, der zu den Ländereien gehörte, war zu hochnormannischen Zeiten vielleicht einmal bedeutungsvoll gewesen, verkam jedoch mehr und mehr zu einem maroden, dreckigen und völlig in Vergessenheit geratenen Fischerdorf.
Die letzte Wache übergab ihn an einen Mann, der sehr vornehm gekleidet war, sich aber vor Edmund leicht verneigte: „Lord Chiswell, wie schön, dass Ihr so rasch kommen konntet. Hattet Ihr eine gute Anreise? Oh, verzeiht mein ungehobeltes Benehmen, Sir, ich bin John Fordham, Schatzmeister und Ratgeber Seiner Majestät. Willkommen in Westminster, Mylord.“ Edmund hob seine linke Augenbraue in leichtem Unwillen. Bei Gott, der Mann war nicht mal adeliger Abstammung und nannte sich Ratgeber des Königs? Edmund hatte einiges gehört, auch während seiner Studienjahre der Rechtswissenschaften im Ausland, über König Richard und dessen Regentschaft. Vor allem war ihm bekannt, dass er sehr oft das Parlament überging und seine Interessen anderweitig durchzusetzen wusste, was oftmals mit Günstlingswirtschaft eng einherging.
Auf der anderen Seite schüttelte John Fordham heimlich den Kopf über den Mann an seiner Seite. Das sollte der famose Rechtsgelehrte Lord Chiswell sein? Ein Mann, dem sein Ruf vorauseilte, der auf dem Kontinent unter anderem in Prag, Bologna und an der Sorbonne studiert hatte? Edmund of Chiswell machte alles in allem kaum den Eindruck eines seriösen Juristen. Er trug abgewetzte Kleidung, die ledernen Stiefel wiesen mehr als eine Schramme auf, vermutlich hatte er Löcher in den Sohlen. Die dunklen Haare waren strähnig und fettig, hatten wohl schon seit Wochen keinen Tropfen Wasser mehr gesehen. Hoffentlich schleppte dieser Chiswell keine Läuse mit sich herum. Fordham schauderte ein wenig bei dem Gedanken.
Einzig die klaren, blauen Augen Chiswells zeugten von einem wachen Verstand und von großem Interesse an allen Vorgängen in seiner Umgebung. Abgesehen von seinem Äußeren, schien er genau der richtige Mann für König Richards Vorhaben zu sein. Chiswell stand allerdings in dem Ruf, unbestechlich und sehr prinzipientreu zu sein. Fordham war jetzt schon gespannt, wie sich der selbstgefällige und launische Monarch und der junge, unbeugsame Jurist zusammenfinden würden.
Eine schwere Holztür öffnete sich und Fordham verkündete: „Euer Majestät, dies ist Edmund Lord Chiswell, den Ihr die Güte hattet herzubitten. Mylord, Seine Majestät, König Richard von England!“ Edmund of Chiswell machte einige weitere Schritte in den Raum hinein und deutete seine Reverenz vor dem Souverän lediglich durch ein leichtes Neigen des Kopfes an. Er hörte Fordham hinter sich entsetzt die Luft einziehen. Diesmal zog Edmund seine Augenbraue erheitert nach oben.
Der König hatte an einem langen Holztisch gesessen und erhob sich nun sogar. Sein Englisch klang jedoch mühsam und war durchsetzt von einem starken französischen Akzent: „Ah, gut, gut, gut! Chiswell, seid willkommen. Ich habe von Eurem außerordentlichen juristischen Talent gehört und habe Euch herkommen lassen, um Euch einen einträglichen Posten anzubieten. Seid Ihr grundsätzlich interessiert?“ Bevor Edmund zu einer Antwort ansetzen konnte, war der König dicht vor ihm angelangt und zischte ihm in gefährlichem Tonfall zu: „Chiswell, und glaubt nicht, Ihr könntet mich zum Narren halten. Das haben schon viele vor Euch versucht. Ihr habt Eurem König Respekt zu erweisen, Mylord!“ Und die folgenden Worte schrie er in jäh aufloderndem Zorn heraus: „Verbeugt Euch gefälligst anständig und dann antwortet!“
Edmund zuckte nicht einmal zusammen beim Wutausbruch des launenhaften Monarchen. Seine blauen Augen drifteten nicht eingeschüchtert zu Boden, er wich auch kein einziges Zoll vor dem König zurück und antwortete wie selbstverständlich in französischer Sprache: „Euer Majestät, ich denke nicht, dass die Tiefe meiner Verbeugung als Gradmesser meines Respekts oder meiner Loyalität gelten sollte. Ich habe Euch beim Eintreten die Reverenz erwiesen und ich denke sehr wohl, Euer Majestät haben dies auch bemerkt. Zur Antwort auf Euer Majestät Frage: Grundsätzlich bin ich interessiert, bitte aber Euer Majestät um Aufklärung, was genau von mir erwartet wird, bevor ich meine endgültige Zusage gebe.“
Der ebenfalls noch junge König funkelte den etwa gleichaltrigen Mann vor ihm böse an und holte tief Luft. Dann brach er plötzlich in schallendes Gelächter aus, er fiel wirklich von einer Sekunden zur anderen von einer extremen Stimmung in die nächste: „Bei Gott! Ihr seid mir recht, Mylord! Solche Männer brauche ich. Furchtlos, klug und ein klein wenig verwegen. Wunderbar! Setzt Euch zu mir, Chiswell.“
„Euer Majestät verzeihen mir sicher, wenn ich es vorziehe zu stehen. Auch auf Euren ausdrücklichen Wunsch hin wäre es nicht angemessen, in Eurer Gegenwart zu sitzen.“ „Chiswell, verscherzt es nicht gleich wieder mit mir! Oder habt Ihr einen Furunkel am Hintern und könnt nicht sitzen? Nun?“ Edmund Chiswell verzog das Gesicht zu einer undefinierbaren Grimasse und antwortete: „So in etwa, Euer Majestät. Ich habe lange Zeit im Sattel zugebracht und bin es leid, zu sitzen. Meinem Hintern, wie Ihr Euch auszudrücken pflegtet, tut das Stehen wohler.“
Der König lachte wiederum laut und rief: „Los, los, bringt Lord Chiswell ein dickes Federkissen für sein geplagtes Hinterteil. Aber rasch, sonst hole ich den Folterknecht um den Lahmärschen um mich herum Beine zu machen!“ Der König hatte eine sehr derbe Ausdrucksweise, aber Edmund wusste, das war keine Seltenheit. Schlechte Tischmanieren, unflätige Ausdrücke, mangelnde Körperhygiene, all das war weit verbreitet, auch bei gekrönten Häuptern. Er selbst hatte ebenfalls seit Wochen kein Bad mehr gesehen und wusste, dass er ganz bestimmt einen mehr als verlotterten Eindruck machte. Ein Bursche brachte im Eiltempo ein Brokatkissen und legte es auf einen der hochlehnigen Holzstühle.
Erst nahm der König Platz, dann ließ sich endlich auch Edmund Chiswell vorsichtig auf dem Kissen nieder. „Seht Ihr, Chiswell, es geht doch. Hört zu, ich habe vor, einen Rat von Richtern ins Leben zu rufen. Wie Ihr sicher wisst, hat nicht einmal das Parlament mehr Respekt vor dem König und hat ein Kontrollorgan zwischengeschaltet. Ich brauche Leute, die loyal zu mir und meiner Herrschaft stehen und das Parlament dazu bringen, sich wieder auf seine eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren. Wollt Ihr diesem Richterkollegium angehören? Ich halte große Stücke auf Euch, wirklich.“
„Sire, Ihr solltet wissen, dass ich nicht empfänglich für Schmeicheleien bin. Wenn ich Euch zusage, dann nur weil mich die Aufgabe reizt und es mir überdies aus einer desolaten finanziellen Situation helfen würde. Allerdings bin ich nicht so weit am Boden, dass ich jedes Angebot annehmen muss.“ „Stolz seid Ihr auch noch. Ein harter Brocken, ich muss schon sagen. Was würde Euch denn so vorschweben? Sprecht frei heraus, mein Lieber.“ „Ich habe mich lange mit allen möglichen Umständen von Straftaten beschäftigt und dieses Gebiet liegt mir eindeutig mehr als parlamentarische oder staatliche Rechtsfragen, um ehrlich zu sein.“
„Aber es wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn Ihr dem Richterkollegium angehört und da als Justitiar für strafrechtliche Fälle zuständig wäret, oder?“ „Wenn Euer Majestät das so einzurichten wünschen, hätte ich nichts dagegen einzuwenden.“ „Wunderbar. Ihr seid ein Mann ganz nach meinem Geschmack. Fordham wird Euch dann das Salär anweisen. Kann ich Euch sonst noch einen Gefallen tun, Chiswell?“ „Im Augenblick wohl nicht, Euer Majestät. Aber ich möchte mir vorbehalten, zu gegebener Zeit noch einmal auf Euer großzügiges Angebot zurückkommen zu können.“ „Donnerwetter, Chiswell, Ihr seid ein ganz gerissener Hund! Ja, je näher ich Euch kennen lerne, desto überzeugter bin ich von Euren Fähigkeiten und Eurem Nutzen. Welche Sprachen sprecht Ihr, wenn ich fragen darf?“
“Wie Ihr bemerkt habt, ist mein Französisch recht passabel…“, der König unterbrach ihn hier: „Wie? Ganz passabel? Chiswell, stellt Euer Licht nicht unter den Scheffel, Ihr sprecht es besser als ich, der ich in Frankreich aufgewachsen bin. Ich kann weder Französisch noch Englisch richtig. Spreche ich Französisch, mangelt es mir an Vokabular, spreche ich Englisch, ist meine Aussprache zum Weglaufen. Also, ich bitte Euch! Was noch?“ „Italienisch und Latein, etwas Griechisch und Hebräisch. Die meiste Zeit habe ich jedoch in Böhmen, an der Universität von Prag verbracht und daher ist Deutsch mir fast wie eine zweite Muttersprache. Mein Niederländisch ist hingegen nicht ganz so gut.“ „Bei Gott, Ihr seid auch noch ein Sprachwunder. Das setzt mich zu weit herab im Vergleich zu Euch und daher betrachte ich die Audienz als beendet. Ihr dürft Euch entfernen, Chiswell.“
John Fordham nahm den jungen Juristen an der Tür in Empfang und führte ihn in einen anderen Raum, wo er etliche Kontrakte zu unterschreiben hatte. Edmund Chiswell las sich alles konzentriert und detailliert durch, wagte es, einige unpassende Stellen zu streichen und setzte dann schwungvoll seinen Namen unter die Papiere. Er war von nun an befugt, den Titel „Königlicher Richter“ zu führen. Fordham übergab ihm im Gegenzug ein offizielles Siegel zum amtlichen Gebrauch, einen Stapel Akten, sowie einen Beutel Silbermünzen. Dann empfahl er Chiswell noch eine angemessene Herberge. Das Richterkollegium sollte, wenn es in absehbarer Zeit einmal vollständig sein würde, acht Richter umfassen. Fünf davon waren mittlerweile eingestellt. Drei also fehlten noch zur kompletten Runde.
Edmund of Chiswell stapfte hundemüde zu seinem Pferd zurück. In der Nähe der Stallungen, unweit des Flusses, trat ihm sein derzeitiger Gehilfe Daniel Straaten entgegen, der ihm bereits seit seiner Zeit in den Niederlanden als Gehilfe dienlich war. „Ihr wart lange weg, Herr. Habt Ihr den König gesehen?“ Chiswell nickte erschöpft: „Ja, und wenn ich nicht gleich in ein Bett fallen kann, werde ich zum rasenden Irren. Los, zur Herberge, so schnell wie möglich.“
Am nächsten Morgen hatte sich Edmund Chiswell ein wenig regeneriert. Am Abend war er, ohne eine Bissen zu sich genommen zu haben, ins Bett gesunken und hatte tief und traumlos geschlafen, bis ihm die schwache Herbstsonne durch das schmale Fenster ins Gesicht geschienen hatte. Nun plagte ihn auch der Hunger und er schwang seine langen Beine aus dem Bett. Er war ungewöhnlich groß, überragte die meisten Leute um etliche Zoll. Die meisten Betten waren zu klein für ihn und seine Füße hingen dann immer raus. Straaten war um einiges kleiner und es machte ihm nichts aus, die Füße von Lord Chiswell auf seinem unteren Bettteil zu haben, also hatten sie beide ihre Betten mit den Fußteilen aneinander gestellt und es funktionierte einwandfrei.
Dass sie sich eine Kammer teilen mussten, war nichts Neues, für beide nicht. Auf Reisen hatten sie oftmals unter wesentlich beengteren Bedingungen nächtigen müssen. Straaten war beim ersten Mal, als er mit Lord Chiswell in Flandern eine schmale Bettstatt hatte teilen müssen, puterrot angelaufen. Damals hatte Lord Chiswell ihn ausgelacht: „Du denkst doch nicht etwa, ich würde die Situation mit uns beiden schamlos ausnutzen, oder? Du musst noch viel lernen, mein Lieber, vor allem, dass ich im Bett vor allem grunzend wie ein Schwein vor mich hinschnarche und weit, sehr weit davon entfernt bin, jungen Kerlen wie dir an die Wäsche zu gehen. Du kannst dich also ganz beruhigt an meine Seite legen. Sollte ich hin und wieder Bedürfnisse der besonderen Art haben, nehme ich mir ein rassiges Weib ins Bett und nicht so ein schmächtiges Knäblein. Ich hoffe, wir haben uns verstanden.“
Somit waren zwei Betten in einer Kammer, wie hier in diesem Gasthof in London, schon fast ein Luxus. Daniel Straaten schaute wie immer voller Bewunderung auf Lord Chiswell, als dieser nun im etwas zu kurzen Leinenhemd vor ihm auf und ab promenierte:
„Daniel, ich habe eine Menge Akten durchzuarbeiten. Du musst mir eine Stube hier ausfindig machen, wo ich meiner Arbeit ungestört nachgehen kann. Und Tinte, Federn, und Papier werde ich auch brauchen. Und Kerzen und Kerzenhalter für den Abend natürlich auch. Sorgst du dafür? Geld ist genug da, Fordham hat die königliche Schatulle für uns geschröpft.“ „Minheer, Ihr solltet zuerst ein Bad nehmen und etwas essen solltet Ihr auch. Außerdem wäre es gut, einige neue Kleidungsstücke anzuschaffen. Der Winter steht vor der Tür!“ „Weißt du, wo ich hier baden kann? Der Fluss wird wohl schon zu kalt sein, schätze ich. Kannst du eine Badeanstalt ausfindig machen?“ Mit einem resignierten Lächeln betrachtete er sein löchriges Hemd, zog es sich einem plötzlichem Impuls folgend mit einem Ruck über den Kopf und stand nun bis auf seine Bruche völlig entblößt da. Mit einer schwungvollen Geste warf er das zerfledderte Hemd ins Kaminfeuer.
Er hatte auf dem Kontinent in der Nähe der freien Reichsstadt Frankfurt einen geschickten Mann ausfindig gemacht, der Oberbekleidung aus Leder anfertigte. Edmund wusste, dieses Material war vielleicht nicht ganz billig, aber es hielt wesentlich länger als die meisten Woll- oder Leinenstoffe, war weitgehend unempfindlich und musste nicht alle Nase lang gewaschen werden, sondern wurde einfach, wenn es mal schmutzig war, abgebürstet. Er hatte sich dort Beinlinge, Wämser und Mäntel aus Leder machen lassen, dazu natürlich auch Stiefel. Danach war er völlig abgebrannt gewesen. Erst am Hofe von König Wenzel in dessen Sommerresidenz zu Gelnhausen war er wieder zu Geld gekommen, da er nämlich dort zur Aufklärung eines Mordes an einer Hofdame von Königin Johanna beigetragen hatte.
Gemütlich schlenderte am Themseufer in der Herbstsonne entlang. Er hatte eine Schüssel Haferbrei mit Ziegenmilch gegessen und nun hatte er noch einen frisch gebackenen Brotfladen von einem der vielen fliegenden Händler erworben, den er ebenfalls mit Genuss verspeiste. Daniel Straaten winkte ihm aus einiger Entfernung enthusiastisch zu und kam dann auf ihn zugeschossen: „Mylord, ich habe ein Badehaus ausfindig gemacht. Wollen wir?“
Edmund of Chiswell braucht dringend ein Bad...
Zuletzt geändert von doris-anglophil am 20.12.2007, 12:01, insgesamt 1-mal geändert.
Doris, deine story gefällt mir richtig gut. Besonders, nach unserem Matthew, wie du King Richard beschreibst. Alles kann ich sehr gut nachvollziehen, seine Stimmungswechsel, die Launen. Klasse! Ich freue mich schon auf diese story!
ant hat geschrieben:Bin schon neugierig auf die weiteren Kapitel!
Also, es gibt ein Kapitel außer der Reihe zu Weihnachten, ansonsten bleibe ich wohl beim einmal wöchentlich Donnerstags-Turnus! D.h. nächste Woche gibt es zwei Kapitel, ausnahmsweise.
Toll! Mal was ganz anderes....vor allem da ich den Film nur von den Bildern her kenne...aber ich hab von Edmund und Richard ein ganz genaues Bild vor Augen, so wie du sie beschreibst. Bin auch gespannt auf weiteres....
Gingerly, Deine Sig ist soooo schön. :schmacht: Ich mag vor Allem den Gesichtsausduck, den er im linken Bild hat. hnmacht:
ich bin gerade dabei , zu lernen , wie das geht.