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Hier nun Teil eins des Jahresrückblicks für den MM-Bereich, der zweite Teil folgt morgen, am 1. Januar.
Jahresrückblick 2009, Teil eins - Ein Jahr des Wahnsinns
Der Mann ist einfach der absolute Wahnsinn! Wir hatten ein ‚gutes Jahr‘ 2007 und ein ‚Jahr der Vielfalt‘ 2008. Nun also das ‚Jahr des Wahnsinns‘? Vielleicht ein klein wenig zu dick aufgetragen, dennoch – es hatte so was in der Richtung!
Wahnsinn vor allem, da der gute Mann im Oktober 2008 sich eine Wahnsinns-Hypothek aufgeladen und einen Tag vor dem Crash in die Weltwirtschaftskrise ein eigenes Haus gekauft hatte. Nun – so eine Hypothek will abbezahlt werden und zwar monatlich und nicht unbedingt nur dann, wenn man gerade mal eine gute Gage eingesteckt hat.
Was jedoch war Sache? Nichts! Bereits nach den Premieren von „Frost/Nixon“ in den USA im November 2008 hatte er mehrere Male Journalisten gegenüber betont, dass er keine Aussicht auf ein Engagement haben würde.
Das gab ein wenig zu denken, vor allem, als sich dieser Trend Anfang 2009 beharrlich fortsetzte. Es gab wenig bis nichts zu berichten, außer der Tatsache, dass MM in Begleitung eines älteren Herrn am 12. Januar vor einem Szene-Restaurant in London von Paparazzi abgelichtet wurde.
Hoch gehalten wurde die Laune mehr durch gute Neuigkeiten bezüglich „Frost/Nixon“, der mit einer Flut von Nominierungen zu allen großen Awards aufwarten konnte. Egal ob es die SAG Awards, die Golden Globes, die BAFTAs und natürlich die Oscars waren, der Film war stets unter den Nominierten. Der Ausgang war dann leider weniger schön: Kein einziges Mal gewann man etwas!
Aber gesichtet wurde MM wenigstens bei den SAG Awards am 25. Januar 2009 in Los Angeles, er machte auf dem roten Teppich gleich hinter Brad Pitt und Angelina Jolie eine mehr als passable Figur; auch wenn die US-Reporter sich mehr dem Quoten bringenden Pärchen zuwandten und MM ein wenig in der Masse unterging, wenn auch nicht von seiner Physis, so doch leider von seinem Status in den USA her.
Einen sehr glanzvollen und hinreißenden Auftritt hatte er jedoch am 8. Februar als Presenter bei den Film-BAFTAs in London, als er nämlich eine der begehrten Trophäen verleihen durfte. Zusätzlich verhalf ihm der Moderator der Veranstaltung, Jonathan Ross, zu einem unvergesslichen Auftritt, er wurde als „the darcylicious Matthew Macfadyen“ angekündigt. Diesem ging sogar noch eine Erläuterung von JR voraus, was es mit Darcylicious auf sich hat. MM war kaum zu toppen, da er ganz in schwarz erschienen war; schwarzer Anzug, schwarzes Hemd, schwarze Krawatte, das war einfach ein fulminanter Auftritt, sowohl auf dem roten Teppich, als auch beim sehr lustigen Interview am Eingang und sowieso bei seinem Auftritt bei der Präsentation. Mit einem Wort: Wahnsinn!
Er meldete sich am 19. Februar bei seinen Fans mit einer kurzen, aus fünf Sätzen bestehenden Email, in der er sich brav für sein Geburtstagsgeschenk bedankte. Nun ja – besser spät als nie! Angeblich hatte er das Geschenk da erst erhalten – ob wir ihm das glauben sollen?
Da es mit „Frost/Nixon“ zum Gewinn einiger Preise nicht geklappt hatte, lagen die Hoffnungen nun direkt auf MM und seiner Nominierung bei der Royal Television Society als bester Schauspieler für „Little Dorrit“. Doch der 17. März kam, und mit ihm MM auf der Veranstaltung, jedoch wiederum ohne zu gewinnen. Bei den TV-BAFTAs wurde „Little Dorrit“ merkwürdigerweise kein einziges Mal berücksichtigt, was zur Folge hatte, dass MM natürlich im April zur Gala in der Royal Festival Hall nicht anwesend war.
Da hatte er bereits – der nächste Wahnsinn! – zugesagt, den London Marathon am 26. April für eine wohltätige Organisation zu laufen. Alles seufzte auf: MM in kurzen Hosen, engem Shirt, verschwitzt… welch herrliche Aussichten! ´
MM schien aus lauter Langeweile das Laufen in leistungssportlicher Hinsicht begonnen zu haben, außerdem war er im Royal Haymarket Theatre für den 20. März als Referent für eine Masterclass angekündigt. Dem vorübergehend beschäftigungslosen Mann schien ja echt die Decke zu Hause auf den Kopf zu fallen! Diese Nachricht sorgte natürlich für einen Run auf die Gästetickets für dieses Event und bei mir für eine sehr rasche Flugbuchung. Unterkunft war kein Problem, ich würde wieder privat in London wohnen, also günstigen Flug ruckzuck gebucht!
Doch – zu früh geschossen! Der Termin am 20. März musste plötzlich abgesagt werden, da nun die Engagements auf einmal wieder anrollten: Er würde an der Seite von Helena Bonham-Carter die Lebensgeschichte der Kinderbuch-Autorin Enid Blyton als deren erster Ehemann, Hugh Alexander Pollock, filmen. Gut für ihn, schlecht für den geplanten London-Trip im März, Krisenstimmung war kurzfristig angesagt.
Dann die Bestätigung, dass nach Ende der recht kurzen Dreharbeiten zu „Enid“ die Masterclass mit ihm nachgeholt werden würde. Flug also auf den neuen Termin umgebucht, der 17. April war nun für das große Ereignis vorgesehen.
Ein wunderbares Wochenende in London, ein Treffen mit Fans aus halb Europa und den USA, tolle Ausflüge und ein Nachmittag mit MM als Referent auf der Bühne, der einfach unvergesslich bleiben wird – diese Dinge bleiben nachhaltig für das Jahr 2009 im Gedächtnis. Auch wenn keine Gelegenheit war, ihn persönlich zu sprechen, so war doch jede Minute wertvoll, auch die, die man gemeinsam mit anderen Fans aus diesem Anlass verbringen konnte.
Dabei enthüllte er dem Publikum exklusiv, dass er an der Seite von Russell Crowe (Achtung, hier schlage ich einen Bogen zum Motto des Jahres 2007 ‚Ein gutes Jahr‘!!!) die Rolle des Sheriffs von Nottingham in der neuesten Hollywood-Ridley-Scott-Verfilmung „Robin Hood“ übernehmen würde. Laut seiner eigenen Aussage jedoch eine nicht ganz so große Rolle. Aber immerhin – er hatte wieder Arbeit!
Der London-Marathon kam, bei gutem Wetter, und MM ging in der Laufzeit ziemlich unter! Sein Freund Alastair Petrie musste ihn förmlich mitschleifen und gemeinsam schleppten sie sich nach fast fünf Stunden über die Ziellinie. Ausgepowert, aber dennoch glücklich und zufrieden über diesen Wahnsinn. Schöne Bilder von ihm und diesem Ereignis gab es als Zugabe für uns von diversen Bildagenturen.
Einen Vortrag im Kino durfte ich auch in diesem Jahr über einen MM-Film halten, nämlich im Mai über „Frost/Nixon“.
... wird fortgesetzt!
_________________ No, I can't, really... (MMs Antwort auf eine "freche" Frage von mir...)
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