30.10.2006, 13:26
Becci hat geschrieben:Ich finde schon, dass du das etwas zu schwarz siehst, Katharina, denn es ist doch oft so, dass man, wenn man länger weg war, heimkommt und plötzlich halt die ganze Verklärung, die man vorher hatte, von einem abfällt, wenn ihr versteht, was ich meine.
30.10.2006, 13:26
30.10.2006, 15:28
Becci hat geschrieben: Margaret hat ein gutes Herz, ist aber andererseits auch etwas engstirnig
30.10.2006, 16:18
Katharina hat geschrieben:Ja, das stimmt schon. Dass sie aus ihrer kindlichen heilen Welt aufwacht und entdeckt, dass in Helstone auch nicht alles so ideal ist, wie sie sich das fern der Heimat vorgestellt hat.
Aber das würde ich ihren Eltern auch nicht vorwerfen. Mich stört mehr, dass sie - was ja später noch viel besser rauskommt und auch im Film - ihr ganz selbstverständlich alle Probleme und Arbeiten aufhalsen und sie dafür nicht mal so geliebt wird wie Frederick. Margaret übernimmt fast die Elternrolle, sie muss für alle mitdenken und arbeiten und hat gar keine Zeit, ihre eigenen Wunden zu pflegen (der Schock über Henrys Antrag und der Verlust ihrer Heimat und aller Sicherheiten).
30.10.2006, 18:49
Maike hat geschrieben:Claudia hat geschrieben:Margarets Verhalten beim Antrag hatte ich direkt vor Augen, wie sie auf einmal diesen stolzen Gesichtsausdruck bekommt, Henry eigentlich nicht wehtun möchte, aber eben nicht anders kann. Für ihr Alter und ihre bis jetzt ja anscheinend nicht vorhandene Erfahrung mit Männern, macht sie das ja Recht gut...das mit dem NEIN sagen meine ich.
Und ich hatte das Gefühl, das ihr der Antrag richtig gehend peinlich war, das sie sich in der Rolle als Ehefrau, mit allem was da dazu gehört selbst noch gar nicht sehen kann...
Das finde ich so erstaunlich. Ihr Verhalten Henry gegenüber, das er als Ermunterung versteht, ist sehr naiv und die Idee "nur Freunde zu sein" für die Zeit ziemlich ungewöhnlich. M und H sind ja nicht gerade zusammen aufgewachsen. Wenn sie sagt, ich will noch nicht heiraten, ich fühle mich zu unreif oder kann so eine Entscheidung noch nicht treffen, gut, aber sie hat für sich selbst nie an eine Heirat gedacht. Ich könnte mir vorstellen, daß zur damaligen Zeit ein Mädchen von vierzehn oder fünfzehn viel mehr Kind war als heute und wenig mit Erwachsenen bzw. Männern zu tun hat und so denkt wie Margaret, aber sie ist achtzehn oder neunzehn, offensichtlich in die feine Londoner Gesellschaft eingeführt und ist gerade mit Ediths Hochzeit konfrontiert worden. Heirat war doch das einzige Thema und die einzige Perspektive für ein Mädchen.
30.10.2006, 19:49
aischa hat geschrieben:Stimme dir voll und ganz zu. Ich finde diese Naivität in Bezug aufs Heiraten total an den Haaren herbeigezogen - aber schließlich muß sie ja irgendwie ledig sein, um dann ihren John zu bekommen![]()
Auch die Eltern scheinen sich überhaupt nicht für das Schicksal ihrer Tochter zu interessieren. Gerade sie müßten doch alles dafür tun, dass ihre Tochter ordentlich unter die Haube kommt. :besser:
Und noch paar Sachen, die mir aufgefallen sind:
- Margaret schüttelt die Hand von Henry - Also ist das durchaus üblich gewesen? Vielleicht gut, dass man das im Film "vergessen" hat, sonst wären ja die Szenen nicht so schöööön geworden!
30.10.2006, 20:53
Becci hat geschrieben:Was ich übrigens nicht verstanden habe, ist, dass Margaret im ersten Kapitel zu ihm sagt: ...and besides Aunt doesn´t want us to talk.."
Was soll das denn sagen??? Dass die gute Tante vielleicht gar kein Interesse daran hatte die gute Margaret zu verheiraten oder dass Margaret besser helfen soll als mit Henry reden soll. habt ihr da ne Idee?
@Doris: Über die indischen Schals habe ich auch nachgedacht, ich vermute, es waren Saris oder etwas in dieser Art, vor allem weil auch die Borten erwähnt werden, die es bei indischen Kleidern vor allem bei Saris gibt. Es wird zumindest aus diesem Stoff gewesen sein, vermute ich, auch wenn sie wohl kaum sieben Meter lang waren... obwohl dann die Szene noch viel lustiger wäre und es auch verständlicher machte, wieso es für den Diener so ein Stress ist immer wieder die Schals herauszuholen.
31.10.2006, 21:29
Maike hat geschrieben:aischa hat geschrieben:Stimme dir voll und ganz zu. Ich finde diese Naivität in Bezug aufs Heiraten total an den Haaren herbeigezogen - aber schließlich muß sie ja irgendwie ledig sein, um dann ihren John zu bekommen![]()
Auch die Eltern scheinen sich überhaupt nicht für das Schicksal ihrer Tochter zu interessieren. Gerade sie müßten doch alles dafür tun, dass ihre Tochter ordentlich unter die Haube kommt. :besser:
In den Anmerkungen meiner Ausgabe (Oxford World Classics) steht, das hätte mit dem Schamgefühl einer viktorianischen Jungfrau zu tun. Schon der Gedanke, jemand könnte an sie als Ehefrau sprich Sexualpartnerin denken, ist ihr peinlich. Ihre Reaktion nach dem Riot und Thorntons Antrag ist ja auch Scham. Für die Zeit vielleicht gar nicht so ungewöhnlich. Nur jemand, der so oberflächlich ist wie Edith macht sich nur Gedanken über ihr Klavier, nicht über die ehelichen Pflichten.
01.11.2006, 13:40
Becci hat geschrieben:Weiß eigentlich jemand, wie alt sie genau war? Ich hatte irgendwas zwischen 18 und Anfang 20 im Kopf...
01.11.2006, 15:28
01.11.2006, 16:00
aischa hat geschrieben:Auch die Eltern scheinen sich überhaupt nicht für das Schicksal ihrer Tochter zu interessieren. Gerade sie müßten doch alles dafür tun, dass ihre Tochter ordentlich unter die Haube kommt. :besser:
aischa hat geschrieben:In diesem Sammelsurium "seltsamer Typen" :gnade: kommt doch Henry sehr vernünftig rüber.Ich finde ihn eigentlich im Buch nie unsympathisch. :gnade:
aischa hat geschrieben:Und noch paar Sachen, die mir aufgefallen sind:
- Margaret schüttelt die Hand von Henry - Also ist das durchaus üblich gewesen? Vielleicht gut, dass man das im Film "vergessen" hat, sonst wären ja die Szenen nicht so schöööön geworden!![]()
aischa hat geschrieben:- witzig fand ich den Ausdruck mushroom rival (in Bezug auf die Lennox-Schwester)Kennt jemand von euch diesen Ausdruck? Ich habe grade nur begrenzt Internet und leider keine Zeit zum Nachsehen. :gnade:
01.11.2006, 19:00
01.11.2006, 19:22
01.11.2006, 19:25
aischa hat geschrieben:Da fällt mir ein: was ist fern-harvest? Wird da tatsächlich Farn geerntet? Und wenn ja - was kann man denn so mit Farn machen? Essen? Tierfutter? Fasern gewinnen?
Fern-harvest ist wieder etwas, was ich doch glatt überlesen habe.![]()
Keine Ahnung, was sie damals mit Farn gemacht haben, aber im Fernen Osten Russlands wird junges Farnkraut eingesalzen, so ähnlich wie Sauerkraut, und ist eine absolut köstliche Beilage. :grinsen:
Außerdem wird hier noch eine bestimmte Farnart, die in Moorgebieten wächst, gesammelt und dient getrocknet als Dichtungsmaterial zwischen den Rundhölzern für die typischen russischen Holzhäuser .... :besser: Aber das wird ja wohl nicht der Verwendungszweck des Helston-Farnkrauts gewesen sein. :lachend:
01.11.2006, 19:43
01.11.2006, 20:41
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