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BeitragVerfasst: 12.11.2006, 18:38 
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schlumeline hat geschrieben:
[Es geht jetzt also in 2er-Schritten weiter? Die Kapitel 7 und 8 sind jetzt aktuell? PRIMA!



Genau :ja: !

Diese Rauchwolke über Milton, von der Margaret anfangs angenommen hat es wäre eine Regenwolke, hat mich auch ein wenig irritiert. Ob das damals wirklich so ausgesehen hat von Weitem? :gruebel: ...die Stadt muss wirklich ein unheimlich stinkiger Ort gewesen sein.

Ich finde auch Margarets Begegnungen mit den arbeitenden Menschen aus Milton schön beschrieben. Wie sie erst total eingeschüchtert reagiert, aber mit der Zeit lernt, die Bemerkungen der Männer nicht allzu ernst zu nehmen, und das sie gar nicht so böse gemeint sind, wie sie erst glaubt. Ich finde bei den Arbeitern lernt sie recht schnell, sie als das zu nehmen, was sie sind. Bei Leuten, die sich mit ihrer Klasse gleichstellen wollen, da sie ja eigentlich die finanziellen Mittel dazu haben, siehe Fabriksbesitzer, ist sie viel skeptischer.

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Verfasst: 12.11.2006, 18:38 


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BeitragVerfasst: 12.11.2006, 18:56 
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Muss mich für heute ziemlich ausklinken, schaffe es zeitlich nicht! Sorry! Viel Spaß aber trotzdem allen! :seeyeah:

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BeitragVerfasst: 12.11.2006, 20:54 
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Jaja, ihr mit eurem JT, kaum taucht er auf, ist die arme Margaret nur noch eine dumme Pute. :lol:
Naja, okay, das nehmen wir jetzt mal nicht übel, dass ihr da etwas voreingenommen seid. Es ist lustig, einerseits verstehe ich euch voll, andererseits auch wieder net. Ich finde, viel liegt bei JT und Margaret schon an der ersten Begegnung. Margaret kommt zurück, müde, fertig und muss dann auch noch einen plötzlichen Besucher unterhalten, den sie noch nicht einmal kennt und wie das Gespräch so beschrieben ist, läuft das Ganze eher unangenehm. Keiner weiß so richtig, was er sagen soll und der Gesprächsstoff nimmt immer mehr ab, schwierige Situation und Margaret wird wohl ziemlich müde und genervt gewesen sein. Sie lässt es sich nicht anmerken, außer dass sie kühl zu John Thornton ist, der wiederum vom ersten Moment an total von ihr fasziniert ist und jeder Leser merkt sofort, dass sich da was anbahnt, und einfach seinen Mund nicht aufbekommt. Ich glaube diese erste unangenehme Begegnung sorgt stark dafür, dass Margaret ihn nicht leiden mag. Und natürlich hält sie ihn noch unter ihrer Würde, aber so wie er beschrieben wird, ist er zwar gutaussehend, aber weder von Auftreten noch vom Äußerlichen mit den Gentlemen zu vergleichen, die sie so kennt. Er ist denke ich wirklich etwas "rough" und das merkt sie sofort und er stört sie und sie muss dennoch höflich sein. Dass sie ihn da net super leiden mag, kann ich nur voll und ganz nachvollziehen, auch wenn ich genauso mit JT fühle, der sich wie ihr so schön sagt gleich wie ein Looser fühlt und nicht umhin kommt Margaret aufgrund ihrer Ausstrahlung und ihrer Schönheit zu bewundern. Es ist für beide eben eine unangenehme Lage und ich denke, diese Anfangsbegegnung legt viel fest von dem, wie sie nachher zueiander stehen.

Nun zu Higgins und Bezzy: Das habe ich nun nie so gesehen, ich fand es eher eine sehr rührende Szene, die ich aber niemals zweideutig interpretiert hätte. Und lustig ist auch, wie beide gleich den anderen etwas vor den Kopf stoßen, weil sie mit den Sitten und Gebräuchen des jeweils anderen nicht vertraut sind, aber ich muss sagen, die ganze Szene ist viel weniger förmlich als die begrüßung zwischen JT und Margaret. Vielleicht war es auch etwas diese von der Gesellschaft aufgezwungene Förmlichkeit, die es nicht erlaubte, offen zu sein und zu merken, wie unterschiedlich man aufgewachsen ist, die sie so entfremdet von Anfang an. Mit Higgins kann Margaret, weil er eben deutlicher unter ihr steht als Mr. Thornton mehr sie selbst sein, denke ich. Da kann sie etwas Gutes tun, sie scheint es übrigens wichtig zu finden immer anderen zu helfen. Sie hat sozusagen ein "Helfersyndrom". Mr. Thornton braucht keine Hilfe von ihr, er steht weit genug unter ihr nach ihren Maßstäben, um ihn nicht als geeignete Gesellschaft zu sehen, und ist ihr andererseits in der finanziellen Lage überlegen. Das zu akzeptieren ist sicher nicht einfach. Sie sieht ihn zwar nie so, als würde er über ihr stehen, selbst in diesem Bereich, aber es ist so und ich bin relativ sicher, das nimmt sie auch wahr. Und die Freundschaft zwischen Mr. Thornton und Mr. Hale fördert sie eher als ihre Mutter, auch wenn sie Mr. Thornton nun net so sehr leiden mag.
Außerdem ist Higgins selbst eine ganz andere Persönlichkeit als Mr. Thornton, er hat Menschenkenntnis und ist um einiges offener in seiner Art. Er sieht Margarets Stolz zwar, kann aber noch mehr ihr gutes Herz erkennen. Er sieht sofort, dass Margarets Stolz nicht von Verachtung gegenüber ihm oder seiner Tochter kommt, sondern einfach durch ihre Erziehung. Und er sieht vor allem, dass sie ihnen beides Gutes will.
Mr. Thornton hingegen fühlt sich sofort von Margaret verachtet. Verachtet sie ihn hier aber wirklich? Ich denke nein, sie fühlt sich vielleicht unwohl in seiner Gegenwart, kann ihn nicht wirklich leiden, aber dieses Gefühl geringer zu sein, ist zu einem großen Teil auch etwas, was Mr. Thornton sich einredet, denke ich. Nachher, ja nachher hat sie eine Abneigung gegen ihn, verachtet ihn vielleicht auch in der einen oder anderen Szene, aber diese grundsätzliche Verachtung, die JT hier annimmt, hat sie meines Erachtens nicht. Sie blickt auf ihn herab, ja, das stimmt sicherlich in gewisser Weise, aber wohl auch mehr, weil sie seine Stellung nicht wirklich versteht und ihn für einen gewöhnlichen "trádesman" hält, aber dass sie ihn sofort verurteilen und verachten würde, sowie es JT hier empfindet, trifft sicher nicht zu.

Die Wandlung Margarets im Umgang mit den Arbeitern fand ich übrigens auch ganz toll, hier wird meines Erachtens deutlich, wie sie sich so langsam Stück für Stück an ihre fremde Umwelt gewöhnt, wie sie beoabachtet und langsam beginnt die Menschen dort zu verstehen, auch wenn sie bis zum Ende des Buches braucht, um es echt zu tun.
Achja, das mit dem dunklen Rauch kann ich mir gut vorstellen. Es ist sicherlich nicht frei erfunden. Elizabeth Gaskell kam nämlich selbst aus einer "factorytown", nämlich aus Manchester. Und ich habe, soweit ich weiß, auch schon an anderer Stelle von solchen dunklen Rauchschwaden gehört, die es bis ins 20. Jahrhundert auch in den Ruhrpottstädten gegeben haben soll. Appropos wir hatten in Witten eine Fabrik, da wurde ab einer bestimmten Abendzeit der Himmel, wenn da viele Wolken hangen, an einer bestimmten Stelle der Stadt orange-rot und zwar nicht vom Sonnenuntergang. :wink:


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BeitragVerfasst: 12.11.2006, 21:06 
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KGB Spionin im RA-Dreamland
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Zitat:
Mr. Thornton hingegen fühlt sich sofort von Margaret verachtet. Verachtet sie ihn hier aber wirklich? Ich denke nein, sie fühlt sich vielleicht unwohl in seiner Gegenwart, kann ihn nicht wirklich leiden, aber dieses Gefühl geringer zu sein, ist zu einem großen Teil auch etwas, was Mr. Thornton sich einredet, denke ich. Nachher, ja nachher hat sie eine Abneigung gegen ihn, verachtet ihn vielleicht auch in der einen oder anderen Szene, aber diese grundsätzliche Verachtung, die JT hier annimmt, hat sie meines Erachtens nicht. Sie blickt auf ihn herab, ja, das stimmt sicherlich in gewisser Weise, aber wohl auch mehr, weil sie seine Stellung nicht wirklich versteht und ihn für einen gewöhnlichen "trádesman" hält, aber dass sie ihn sofort verurteilen und verachten würde, sowie es JT hier empfindet, trifft sicher nicht zu.


Ja, ich glaube auch, dass JT Minderwertigkeitsgefühle hat, was seine Tätigkeit betrifft. Noch war ja der Adel das gesellschaftsbestimmende und die jungen Kapitalisten hatte es schwer, Anerkennung zu finden. Die Vorurteile waren groß und so kamen sich die beiden Stände auch nicht unbedingt in die Quere. Man blieb unter sich. So ist es nicht verwunderlich, dass Thornton die Sitation nicht bewältigen kann. Ihr Verhalten mißdeutet, bzw. mehr Bedeutung hineinlegt, als Margaret eigentlich bezweckte. In dieser Situation ist er ihr nämlich so was von egal.

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BeitragVerfasst: 12.11.2006, 21:37 
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Mill overseer & zookeeper
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Huch, jetzt war ich mal ein paar Tage nicht hier und jetzt habe ich schon zu weit gelesen... :D (brauch ich nächste Woche wenigstens nicht so viel tun 8) ).

Hab aber irgendwie nichts mitzuteilen im moment, muss erstmal lesen, was ihr schon so von euch gegeben habt... :lol:

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BeitragVerfasst: 18.11.2006, 11:43 
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Devoted EDdict
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Becci hat geschrieben:
Er ist denke ich wirklich etwas "rough" und das merkt sie sofort und er stört sie und sie muss dennoch höflich sein.


'He is a tall, broad-shouldered man' ...so jemanden verbindet M anscheinend automatisch mit dem "arbeitendem" Volk.

Zitat:
Dass sie ihn da net super leiden mag, kann ich nur voll und ganz nachvollziehen, auch wenn ich genauso mit JT fühle, der sich wie ihr so schön sagt gleich wie ein Looser fühlt und nicht umhin kommt Margaret aufgrund ihrer Ausstrahlung und ihrer Schönheit zu bewundern.


Das finde ich ja so toll, einerseits fühlt er sich unglaublich von ihr angezogen, andererseits merkt er, das sie ihn nicht für voll nimmt, (oder redet es sich ein) und das beleidigt ihn, und daraufhin versucht er sich zu überzeugen, das er sie auch nicht mag. Schafft es aber nicht wirklich :wink: .


Und Margaret hat anscheinend einen Schmollmund :lol: : Margaret could not help her looks; but the short curled upper lip,....nur so nebenbei...

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BeitragVerfasst: 18.11.2006, 12:17 
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Mill overseer & Richards Schmusekätzchen
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Claudia hat geschrieben:
'He is a tall, broad-shouldered man' ...so jemanden verbindet M anscheinend automatisch mit dem "arbeitendem" Volk.


Wir verbinden das natürlich mit was ganz anderem... :sabber: :sabber: :hechel: :hechel: :ohnmacht: :ohnmacht: :ohnmacht:

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BeitragVerfasst: 18.11.2006, 22:03 
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Andromeda hat geschrieben:
Claudia hat geschrieben:
'He is a tall, broad-shouldered man' ...so jemanden verbindet M anscheinend automatisch mit dem "arbeitendem" Volk.


Wir verbinden das natürlich mit was ganz anderem... :sabber: :sabber: :hechel: :hechel: :ohnmacht: :ohnmacht: :ohnmacht:


...[schild=5 fontcolor=000000 shadowcolor=C0C0C0 shieldshadow=1 nxu=50080669nx12776]SCHULDIG![/schild]

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BeitragVerfasst: 19.11.2006, 16:13 
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Ähm, wo sind wir eigentlich stehen geblieben? Sind heute Kapitel 9 und 10 dran? Habe ein wenig den Überblick verloren... :stupid: :stupid: :stupid: :stupid:

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BeitragVerfasst: 19.11.2006, 16:18 
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Lucas' sugarhorse
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Jawoll! Kapitel 9 und 10 8)

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thx to Cuni


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BeitragVerfasst: 19.11.2006, 20:51 
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Fjella hat geschrieben:
Jawoll! Kapitel 9 und 10 8)


Jawoll :brav: :mrgreen: !!

Na dann mal weiter mit Kapitel 9.

Mr. Hale druckst lange herum, bis er endlich damit rausrückt, das Mr. Thornton zum Tee eingeladen ist. Es ist ihm wohl nicht entgangen, das seine Frau und Tochter nicht so scharf drauf sind, sich mit dem Miltoner Tradesfolk anzufreunden.
Und Margaret macht auch wieder ein paar unschöne Bemerkungen bezüglich Mr. Thornton: "And as to Mr. Thornton's being in trade, why he can't help that now, poor fellow. I don't suppose his education would fit him for much else.'"
Womit sie zwar wahrscheinlich sogar Recht hat, aber trotzdem hört sich da mal wieder ziemlich von oben herab an.

Mrs. Thornton tritt auch zum Ersten Mal auf. Sie ist mir komischerweise in diesem Kapitel gar nicht unsympathisch. Obwohl sie Margaret ja auch zu unrecht vorverurteilt. Ich denke da macht sie bei mir durch ihre Mutterliebe und den Stolz auf ihren Sohn ordentlich was wett.

Und Doris, was sagst du dazu :lol: : Mr. Thornton's brow contracted, and he came a step forward into the room.
Ich bin mir da noch uneins….und hab heute Morgen meinen OH gefragt, ob er meint, die Augenbraue würde sich heben,(das wäre dann wohl eher arose?) oder sie würde sich nur ungläubig zusammenziehen.
Und dann hab ich ihm gesagt, er solle das doch mal probieren, …leider ohne Erfolg :flenn: :warum: ...


Lieblingsstelle in Kap. 10 ist eindeutig die Stelle mit dem „troublesome ornament“ …wie er gar nicht die Augen davon lassen kann…einfach genial beschrieben :juhu: , könnte ich immer und immer wieder lesen!

Margaret und Mrs. Hale sind wieder recht kühl zu Mr. Thornton, doch kann Margaret durchaus sympathische Züge in seinem Gesicht erkennen.
Mr. Hale und Mr. T verstehen sich ganz hervorragend, und sind so ins Gespräch vertieft, das sie zuweilen vergessen, das sich außer ihnen noch jemand anderes im Raum befindet!
Man erfährt wie stolz Mr. T auf Milton und dessen Geschäftigkeit ist, und auch wie ehrgeizig er selbst ist. Er vertritt die Meinung, das sich Menschen, die vom Leben eher benachteiligt sind, sich mir Fleiß und Ausdauer durchaus empor arbeiten könnten.

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BeitragVerfasst: 19.11.2006, 20:54 
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Mill overseer & Richards Schmusekätzchen
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Claudia hat geschrieben:
Fjella hat geschrieben:
Jawoll! Kapitel 9 und 10 8)


Jawoll :brav: :mrgreen: !!

Na dann mal weiter mit Kapitel 9.

Mr. Hale druckst lange herum, bis er endlich damit rausrückt, das Mr. Thornton zum Tee eingeladen ist. Es ist ihm wohl nicht entgangen, das seine Frau und Tochter nicht so scharf drauf sind, sich mit dem Miltoner Tradesfolk anzufreunden.
Und Margaret macht auch wieder ein paar unschöne Bemerkungen bezüglich Mr. Thornton: "And as to Mr. Thornton's being in trade, why he can't help that now, poor fellow. I don't suppose his education would fit him for much else.'"
Womit sie zwar wahrscheinlich sogar Recht hat, aber trotzdem hört sich da mal wieder ziemlich von oben herab an.

Mrs. Thornton tritt auch zum Ersten Mal auf. Sie ist mir komischerweise in diesem Kapitel gar nicht unsympathisch. Obwohl sie Margaret ja auch zu unrecht vorverurteilt. Ich denke da macht sie bei mir durch ihre Mutterliebe und den Stolz auf ihren Sohn ordentlich was wett.

Und Doris, was sagst du dazu :lol: : Mr. Thornton's brow contracted, and he came a step forward into the room.
Ich bin mir da noch uneins….und hab heute Morgen meinen OH gefragt, ob er meint, die Augenbraue würde sich heben,(das wäre dann wohl eher arose?) oder sie würde sich nur ungläubig zusammenziehen.
Und dann hab ich ihm gesagt, er solle das doch mal probieren, …leider ohne Erfolg :flenn: :warum: ...


Lieblingsstelle in Kap. 10 ist eindeutig die Stelle mit dem „troublesome ornament“ …wie er gar nicht die Augen davon lassen kann…einfach genial beschrieben :juhu: , könnte ich immer und immer wieder lesen!

Margaret und Mrs. Hale sind wieder recht kühl zu Mr. Thornton, doch kann Margaret durchaus sympathische Züge in seinem Gesicht erkennen.
Mr. Hale und Mr. T verstehen sich ganz hervorragend, und sind so ins Gespräch vertieft, das sie zuweilen vergessen, das sich außer ihnen noch jemand anderes im Raum befindet!
Man erfährt wie stolz Mr. T auf Milton und dessen Geschäftigkeit ist, und auch wie ehrgeizig er selbst ist. Er vertritt die Meinung, das sich Menschen, die vom Leben eher benachteiligt sind, sich mir Fleiß und Ausdauer durchaus empor arbeiten könnten.


"brow" wird auch für "Stirn" verwendet. Ich hätte das einfach mit "Mr. Thornton runzelte die Stirn" übersetzt.

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BeitragVerfasst: 19.11.2006, 21:08 
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Claudia hat geschrieben:
Und dann hab ich ihm gesagt, er solle das doch mal probieren, …leider ohne Erfolg :flenn: :warum: ...


:lachend: Ich versuche mir das gerade vorzustellen! :doll:
Unsere OHs machen schon was mit mit uns! :grinsen:

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BeitragVerfasst: 19.11.2006, 21:09 
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Andromeda hat geschrieben:
"brow" wird auch für "Stirn" verwendet. Ich hätte das einfach mit "Mr. Thornton runzelte die Stirn" übersetzt.


Und wer könnte das besser als er ?! :love: :ohnmacht:

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BeitragVerfasst: 19.11.2006, 21:17 
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Claudia hat geschrieben:
Und Margaret macht auch wieder ein paar unschöne Bemerkungen bezüglich Mr. Thornton: "And as to Mr. Thornton's being in trade, why he can't help that now, poor fellow. I don't suppose his education would fit him for much else.'"
Womit sie zwar wahrscheinlich sogar Recht hat, aber trotzdem hört sich da mal wieder ziemlich von oben herab an.


Und Doris, was sagst du dazu :lol: : Mr. Thornton's brow contracted, and he came a step forward into the room.
Ich bin mir da noch uneins….und hab heute Morgen meinen OH gefragt, ob er meint, die Augenbraue würde sich heben,(das wäre dann wohl eher arose?) oder sie würde sich nur ungläubig zusammenziehen.
Und dann hab ich ihm gesagt, er solle das doch mal probieren, …leider ohne Erfolg :flenn: :warum: ...

Man erfährt wie stolz Mr. T auf Milton und dessen Geschäftigkeit ist, und auch wie ehrgeizig er selbst ist. Er vertritt die Meinung, das sich Menschen, die vom Leben eher benachteiligt sind, sich mir Fleiß und Ausdauer durchaus empor arbeiten könnten.


Zum ersten Absatz: Ja, es ist schon bemerkenswert, wie Margaret über die Bildung von JT "lästert", ihn deswegen fast verachtet, ihn am liebsten ignorieren würde, andererseits aber späterhin Freundschaft mit den Higgins' sucht, obwohl deren Erziehung und Bildung sicher noch mehr zu wünschen übrig lassen. Armer JT, er wird da schon sehr benachteiligt, deutlich, oder?

Zum Zweiten: "EBS" bei Gaskell! Tja, ich würde sagen, dass sich da seine Brauen zusammenziehen, wahrscheinlich in Zusammenhang mit dem ebenfalls schon erwähnten Stirnrunzeln. Das geht wohl dann miteinander einher.

Zum Dritten: Eigentlich hat JT eine ziemlich gesunde Einstellung zum Leben. Wer arbeitet und fleissig ist, kann es zu etwas bringen. Sicherlich sehr lobenswert und auch wirksam in der viktorianischen Ära. Da ist es echt schade, dass er so von Margaret verkannt wird. Aber sie hat natürlich auch noch keine große Lebenserfahrung, eine behütete Kindheit im Haus der Tante, und dann die Zeit, die sie mit den Eltern in Helstone verbracht hat. Auch wenn man ihr schon viele Verantwortungen aufgebürdet hat, verfügt sie dennoch nur über einen beschränkten Horizont. Deswegen fällt es ihr sehr schwer, sich woanders einzuleben, sich der Gesellschaft anzupassen und andere Menschen und Lebensweisen zu akzeptieren. Es sei denn, sie stehen sehr weit unter ihr, wo sie mit Mitleid etwas ausrichten kann. Im Umgang mit Leuten aus der Mittelschicht, eigentlich doch auch ihr Stand, ist sie wohl wenig geübt.

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