Maike hat geschrieben:
ghostinthefog hat geschrieben:
Aber ich bin total begeistert, dass er wirklich so viele verschiedene Stimmen und Dialekte für die einzelnen Charaktere einsetzt. Teilweise hören sich sich fast wie die Originale an (vor allem Roy

).
Bin total begeistert!!!

Ich habe null Erfahrung mit Audiobooks, daher meine Frage: Ist das normal ? Ich dachte, das Buch wird einfach vorgelesen und nicht mit verschiedenen Stimmen "gespielt" ? Hat sich hier RAs wahres Talent offenbart ?
Ich liiieebe Audiobooks und komme mit dem Hören kaum mehr nach! :daumen:
Die Antwort lautet: Ja und Nein!
Ja - eigentlich sollte es normal sein, wenn ein guter Schauspieler liest, daß er zumindest versucht, der Geschichte durch verschiedene Stimmen mehr Struktur zu geben. Das ist auch der Grund, warum ich Hörbücher mehr mag als Hörspiele. Wenn tatsächlich verschiedene Schauspieler sprechen, verliere ich immer schnell den Überblick, wer wer ist. Wenn das Buch vorgelesen wird, habe ich trotzdem den Vorteil unterschiedlicher Stimmen (zumindest etwas) und es heißt trotzdem "sagte John" oder "antwortete Margaret" oder so...
Nein, weil Hörbücher eben nicht nur von guten Schauspielern gelesen werden bzw. selbst gute Schauspieler nicht immer ein Talent zum Vorlesen haben... :nix:
Beispiele im Deutschen:
Positiv: Die Harry-Potter-Hörbücher werden von Rufus Beck phantastisch gelesen (er ist auch ein Meister der unterschiedlichen Stimmen)!!! :daumen:
Negativ: Sibel Kekilli liest "Sinn und Sinnlichkeit" - die Frau kann einfach nicht vorlesen!!!

Sie liest sehr schülerhaft und eintönig herunter... Nach 10 min hatte ich genug... :quicken:
Innerhalb dieses Spektrums tummelt sich dann der ganze Rest! Aber wenn man viel Hörbücher hört, weiß man häufig schon, welche Sprecher sich lohnen...
RA ist - auch wenn ich ihm gegenüber voreingenommen bin - so ziemlich der beste Vorleser, den ich je gehört habe!!!

:kuss:
Der Hörverlag, der viele der deutschen Hörbücher herausbringt, hat in einer Reportage übrigens mal gesagt, daß sie die Schauspieler selbst aussuchen lassen, was sie lesen wollen. Wenn sie ihre Lieblingsbücher lesen, sind sie nämlich noch besser!
